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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 15 (1895) · p. Seite 238

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
15 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 238 (sequence 14)
Language
German
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238 Druckfehler Berichtigung. Jn einen: unbewachten Augenblicke hat sich der schebnische Druckfehlerkobold in die Druckerei geschlichen und hat dort sein Unwesen getrieben. VOas er dort angerichtet, haben wir erst gemerkt, als das Heft bereits fertig war. Seite 2fO, Zeile 5 von oben statt „Jeremia’s“ lies „Jeremias“ „ „ „ 8 „ „ „ „ssan288“ „ „xanres“ „ 2\8 „ 2 „ Utlten „ „betet" „ „betete." „ 22l „ 2\ „ oben „ „denn" „ „den" Berlin, den 7. Anguß 1895. Lieber Arthur! In meinem Briefe an Dich in No. 13 habe ich das Sefer Hajafchar genannt, aus dem ich Dir eine Sage über Mofe mitgeteilt habe. Heute will ich Dir eine demfelben Buche entnommene Sage aus dem Leben unferes Erzvaters Abraham, deren dort mehrere enthalten find, erzählen. Abraham und Ismael. Mehrere Jahre wäre» vergangen, seitdem Abraham seinen Sohn Ismael mit dessen Mutter Hagar in die Wüste gesandt. Wie ein echter Beduine schweifte dieser nun von Ort zu Ort, heute hier, morgen dort sein Zelt aufschlagend. — Hatte sich Abraham einst nur widerwillig und unter Schmerzen von seinem Sohne getrennt, so erwachte jetzt eine um so grössere Sehnsucht nach demselben, da er ein Greis geworden. Deshalb entschloss er sich, ihn aufzusuchen. Zu diesem Zwecke sattelte er an einem frühen Morgen ein Kamel und liess sich von demselben in die Wüste führen. Höher stieg die Soüne, heiss brannte der Wüstensand, als Abraham in der Ferne ein Zelt erblickte, das er für das ^iqes Sohnes hielt. Er ritt näher heran, frohen Herzens, Ismael nach langer Trennung «u ifmarmen. Plötzlich hielt er an: Statt des freundlichen Willkommen hörte er Flüche aus dem Munde einer Frau, die, wie er bald bemerkte, die Kleinen schlug. Zwar sah sie den Gast, aber sie machte keine Anstalten, ihn zu empfangen. Er entbot ihr seinen Gruss, doch sie erwiderte ihn nicht; er bat sie um einen Trunk, doch die Böse gewährte ihm nichts. Da sprach Abraham: „Wenn dein Gatte des Abends heimkommt, so sage ihm:] Ein Greis aus Pliilistäa, der sich hier verirrte, suchte gute Wirte, tauschte aber dafür die Lehre ein: „Dass den Pflock, der eingeschlagen Hier zum Zelt, er schadhaft fand, Drum ihn auszuziehen wagen Soll dein Mann mit fester Hand.“ Als min Ismael heimkehrte, erkannte er sofort, dass sein Vater ihn aufgesucht, und er that, wie dieser ihn geheissen. — Unterdessen war ein Jahr verflossen. Da trieb es Abraham wiederum, seinen Sohn äufzusuchen; aber «welch eine Veränderung nahm er wahr. Schon aus der Ferne wurde er von einer freundlichen Frau ehrerbietigst begriisst, die ihn gastlich erquickte und ihn bat, ins Zelt zu treten, um sich nach des Weges Mühe auszuruhen. Doch der Greis dankte freudig gerührt der Frau vom Kamel herab, da es ihm nicht vergönnt wäre zu bleiben. Doch auch ihr trug er folgendes auf: „Wenn dein Gatte lieimkehrt, so

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