Mannheim
Compact Memory

Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 13 (1895) · p. Seite 206

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
13 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 206 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9620171-9621231-9621447--0238-9621461
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

206 seines Heeres. Durch seine Klugheit und Tapferkeit that er sich derartig hervor, dass ihn das Yolk an Stelle des während der Belagerung verstorbenen Kikonos zum König wählte. Mose war damals 27 Jahre alt. Am siebenten Tage nach seiner Huldigung kamen die Führer und Abgeordneten des Heeres vor Moses, um sich seinen Rat zu erbitten, wie die Stadt endlich zu überwältigen sei. Moses begann hierauf: „Kenn Jahre sind verflossen, seitdem ihr diese Stadt umzingelt. Setzet ihr die Belagerung in der bisherigen "Weise fort, so wird sie nimmer fallen. Befolget ihr aber genau das, was ich euch sagen werde, so gelangt die Stadt bald in unsre Hände.“ Wohlan, sprich, o König!“ riefen einmütig die Führer, „was du gebeutst, es geschehe sogleich.“ Und Mose fuhr fort: „Jeder im Heere möge nach dem Walde sich begeben und aus einem Storchneste ein Junges holen. Diese jungen Störche ziehet auf und richtet sie ab.“ Es geschah also, wie Moses befohlen. Als die jungen Störche herangewachsen waren, liess Moses sie drei Tage hindurch aushungern, am dritten Tage aber das ganze Heer kampfgerüstet und jedermann mit einem jungen Storche in der Hand nach der Stadt ziehen. In der Gegend nun, wo Bileam die giftigen Schlangen gelagert hatte, wurden die jungen Störche auf diese los gelassen und vertilgten sie gänzlich. Das aethiopische Heer, Moses an der Spitze, rückte nun jubelnd vor, drang in die Ilauptstsadt ein und erschlug alles, was sich zur Wehr setzte, während von den Einziehenden nicht einer umkam. Bileam und seine Söhne nahmen schnell die Flucht Unter endlosem Jubel hielt nun Moses an der Spitze seines tapfern Heeres seinen Einzug in die Residenz, wo er mit Lorbeeren geschmückt und begleitet von Ehrenbezeugungen aller Art den Thron bestieg. Die verwitwete Königin reichte ihm willig ihre Hand. Da Moses aber den Gott seiner Väter von ganzem Herzen liebte und es verabscheute, den Göttern seines Landes zu dienen, so entsagte er auf Veranlassung der Königin nach vierzigjähriger segensreicher Regierung der Krone und verliess das Reieli mit Ehren — Schätzen überhäuft. Gelegentlich will ich Dir eine zweite Sage erzählen. Lebe wohl! Eure Preisarbeiten. Die Aufgabe „Wie ich die Osterferien verlebt habe“ ist auf gar mannigfache Weise bearbeitet worden. Es sind uns Arbeiten von Schülern der oberen Gymnasialklassen und auch solche von acht- und neunjährigen Kindern zugegangen. Es sind somit alle Alters- und Bildungsstufen wie auch fast alle Schularten vertreten. Freilich waren nur wenige Bewerber in der Lage, besonders wichtige Ferienerlebnisse zu schildern. Alle aber — mit geringer Ausnahme — waren redlich bemüht, möglichst gutes zu leisten. Wem es jedoch nicht gelungen ist, einen Preis zu erlangen, möge nicht unwillig, sondern vielmehr Reissig sein, damit er bei der nächsten Preisarbeit das erlange, was ihm dieses Mal versagt werden musste. Ihr Glücklichen dagegen, die ihr einen Preis errungen, möget nicht stolz und eingebildet auf eure Fähigkeiten sein, sondern in dem Preise eine Aufmunterung zu weiterem, rüstigem Streben finden. Arbeit giebt Kraft, und Kraft werdet ihr bedürfen; denn nicht immer werden die Hände treuer Eltern und Lehrer euch leiten. — Selbst ist der Mann! — Die Preise verteilen sich wie folgt: - -

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.