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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 9 (1895) · p. Seite 139

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
9 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 139 (sequence 11)
Language
German
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A. — 139 — 6cr Seinen fern halten. Lin guter Familiennamen ist öie beste Einführung in öer Welt, öie beste Cpfehlung für einen Beruf oder eine Stellung, öie man im lieben auszufülleu hat; ja, wo ein guter Familienname wie ein Stern öie Brust schmückt, „Da ist Schönheit, Trefflichkeit, Sieb' unö Wohlgefallen, Da gefällt man alle Zeit, Da gefällt inan allen", unö wenn man seine Pflicht thut, erreicht man schneller öas gesteckte Sebeusziel: man steigt nicht mehr über steile, krunune Wege, sonöern wanöelt öurch sonnige, anmutige Pfaöe öahin, wo Glück unö Zufrieöenheit winken. Lin öritter Name, öen wir von Geburt au führen, bezeichnet öie Religon, öer wir angehöreu. Als Kinder haben wir Pflichten gegen unsere Eltern, als Israeliten Pflichten gegen Gott unö alle unsere Nebenmenscheu. Die israelitische Religonsgemeinschaft hat öie Aufgabe, öen Gottesgeöanken in seiner erhabensten Reinheit zu pflegen unö ihn vor heidnischer Trübung unö Verdunkelung zu schützen, versenkt Luch mit Andacht in das Wesen, das alles schafft und wieöer schafft, preiset öie Allmacht Gottes unö ihre wunderbaren Fügungen, steht bewundernd vor öen großen Werken öer Natur, vereinigt Luch, wie Luch vorgeschrieben ist, zu gemeinsamem Gebet und Gesang im Gotteshause: thut öas alles, thut es mit Bewußtsein unö Würöe. Dann ist es Glaube, wahrer Glaube; er veredelt öie Herzen, stärkt öie Siebe, festigt in unserem Denken und Handeln öas Baud, ^as uns mit unseren Angehörigen unö Nebenmenschen verknüpft, öurch Worte und Werke wahrer Siebe voll: „wie gut, wie schön ist's, recht zu handeln. Zu leben, wie dein Wort uns lehrt; Und unter Menschen so zu wandeln, Daß NIenschentrost sich stets vermehrt." So werden wir unseren religiösen Namen am besten zu Ehren bringen. — Jn6ßs vergessen wir nicht, öaß wir stuöen eine Geschichte haben, öah unsere Ahnen eine Nation gewesen sind. Diese kennen zu lernen, soll uns allen heilige Pflicht sein. Oder sollten wir unsere Vergangenheit wie eine zwecklose Bürde für immer von uns abwerfen wollen? Nie und uimmerniehr! Bemüht Luch sie kennen zu lernen unö zu verstehen. M finöet in ihr gewiß Erbauung, sie erweckt in euch öie erhebenösten Gefühle, Sust unö Rührung, Bewunderung unö Stolz, und sollteAl fcmcm v Eurer Kenntnis nicht wert fein? W könnt Euren unö Lur-- nicht besser ehren, Luch - ' M

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