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Israelitischer Jugendfreund · 1895-01-01 · 9 (1895) · p. Seite 136

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitischer Jugendfreund
Volume
1 (1895)
Issue
9 (1895)
Date
1895-01-01
Page
Seite 136 (sequence 8)
Language
German
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ich ITtcifter; aber Acanffell Aninko, daß Sie’s wissen, ich versteh kein Schmuck und kein schlechten Spaß, und machen Sie sich gefälligst ein anders ZTTal aus einem andern einen Narren. — Adies!" „Mas fällt Luch denn ein!" rief Aubitschka jetzt, Magdeburger beim Nockärmel zurückhaltend, „und schreit nicht wie besessen! es soll ja ein tiefes Geheinmis bleiben, seid doch nicht wie meschuge,"*) — Aubitschka liebte es in seiner Unterhaltung mit dem Aundschaftgeher im Scherze einige jüdische Morte, die er ausgefangen hatte, einzustreuen — „setzt Luch nur nieder wie ein vernünftiger Mensch, der Ihr doch seid — und meine Schwester wird's Luch erklären!" Magdeburger setzte sich beruhigt nieder, zog den Hut von: Aopse und wischte sich den Schweiß, den ihm die Aufregung hervorgetrieben, von der Stirne. Aubitschka holte, um jeden Groll gründlich zu ersäufen, eine dickbauchige Flasche aus dem Schranke und schenkte seinen: Gaste ein Glas spanisch Bittern ein, das dieser schweigend leerte. Das Mädchen sagte fast im Flüstertöne: „Die Sache verhält sich folgendennaßen. Der jüngste Bruder der gnädigen Frau Gräfin, Gras Julius, Lieutenant bei Savoyn-Dragonern ist ihr Liebling und macht schrecklich viel Schulden. Unser Lxcellenzherr, der schon einmal für ihn tief in den eigenen Beutel gegriffen und seine Schulden getilgt hat, will nichts :nehr von ihn: wissen. Der junge Gras hatte dan:als heilig versprochen, brav zu werden, nicht so hoch zu spielen und nicht so hoch zu wetten, — aber versprechen und halten ist zweierlei! Jetzt ist er wieder in der größten Verlegenheit und ist gestern Abend in vollster Verzweiflung zu meiner lieben gnädigen Lxcellenz gekonnnen, hat gesagt, daß er wieder Ehrenschulden gen:acht hat, daß er mit Schnupf entlassen werden wird, und daß er sich eine Augel durch den Aops jagen nmß ... nun, da will ihn n:eine gnädige Lxcellenz doch nicht so grausan: in der Datsche stecken lassen, und da der Lxcellenzherr kein bares Geld hat, so nmß sie halt einen alten Schinuck, der ihr privateigentun: ist — sie hat ihn von einer Tante geerbt und trägt ihn nie — verkaufen. Daffieffücht haben will, daß n:an erfährt, daß sie den Schn:uck verkauft, so muß dies durch einen ehrlichen, verläßlichen Mann geschehen. Mein Bruder rühn:t Sie stets als einen solchen, und da nüch Ihre Lxcellenz, n:eine gnädige Gräfin beauftragt hat, einen solchen Mann aufzusuchen, — habe ich Sic empfohlen, Herr Magdeburger." *) verrückt.

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