Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 8 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 119 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Stelle in Böhmen . . . aber weißt du was, David Leblcbcn . . - geh' nix mehr zu .Kubischka hinüber, zn was sollst dn dich ärgern . . . so wahr soll ich . " Frau Di na war offenbar im Begriff irgend einen hohen Schwur auszusprechen, mit welchem sie ihrem (Hatten verbieten wollte, den jndensrenudlichen Portier bcs jndenfeindlichen Dberstbnrggrasen zu besuchen, aber Magdeburger fiel ihr in die Rede und sprach mit einem halben Lächeln: „Sw kann man mit den Kundschaften nit umgehen, Dina, mein Kind, ich bin doch kein Pinto!*) ich muß mich ja ernähre»! — bah! man jachG*) sich im Augenblick, dann is es vorüber . . . Das Gejacht vergeht, der Rewach***) besteht . . . ■ Dina leben, mein Kind, geb' mir Nock, Hlit und Stock, ich geh' hinüber." Dina reichte ihm das Verlangte nud sagte: „Geh' gesund und glücklich, und Hab' heut' und immer viel Massel!''+) (Fortsetzung folgt.) Überall finden sich Schilderungen der afrikanischen Wüste, der Sahara, während Nachrichten von der asiatischen Gobi weit seltener sind. Etwa 25)0 Werstchch) südlich von Urga,-s"s-ch) ans der Straße von Kiachta nach Pecking, hebt die eigentliche Gobi an, welche einen kolossalen Raum in ihrer Länge einnimmt, während ihre Breitenansdehnnng in der nordsüdlichcn Richtung circa 600 Werst beträgt. Die Oberflächcngestalt dieser Steppe zeigt nur wenig Abwechselung. Im Alb gemeinen ist der Boden der Gobi leicht gewellt, obschon durchaus ebene Flächen sich bisweilen 10 Werst weit ausdehnen. Dergleichen Örtlichkeiten sind der centralen Gobi eigentümlich, während in ihrem nördlichen und südlichen Teile Berge häufig Vorkommen, teils archipelartig gruppiert, teils kettenartig hingelagert. Diese erheben sich nur wenig über die zu ihrem Fuße ausgedehnten Flächen und sind überreich an Felsen, denen man fast auf jedem Schritt begegnet. Man trifft in ihnen häufig ansgctrocknete Flußbetten, welche sich nur während Per Feit der Regen süllein In ihren oberen Teilen liegen die Brunnen. In der Gobi wie in der ihr vorgelagerten Region fehlt es durchaus an ausdauernden Wasserlänscn. Während der Regenzeit bilden sich temporäre Secu nud Flüsse, -welche während der heißen Jahreszeit an trocknen. Seen mit andauerndem Wasser giebt es fast gar nicht. Der Boden der eigentlichen Gobi besteht ans grobkörnigem roten Sand, dem bisweilen verschiedenes Geröll beigcmischt iff. Ans durchaus pflanzenlose Flächen *) Ein sprü chm örtlich bekannter reicher Jude in Amsterdam. — **) Ärgert. Gewinn — f) Glück. tt) 1 Werst russisches Wegcmatz, — etwa J/r deutsche Meile. — -ffr) llrga, wichtigste Stadt der nördlichen Mongolen.