Israelitischer Jugendfreund
- Journal
- Israelitischer Jugendfreund
- Volume
- 1 (1895)
- Issue
- 8 (1895)
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 114 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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114 »Kommt Kindel-, hört mir *u!l‘ pr. 3^2. Don Dr. V. Küufintt* in Frankfurt a. IN. VI. €cbcn heißt: arbeiten, und die rechte Lebensfreude hat nur der, welcher arbeitet; das haben wir früher schon gesehen. Aber um arbeiten zu können, muß man auch Kräfte haben, also vor allen Dingen gesund sein. Nun wird mancher von euch sagen: „~Sa, was kann ich denn aber dafür, wenn ich krank werde und nicht arbeiten kann?" Dem antworte ich: „waiichmal kannst du freilich nichts dafür; oft aber bist du selbst schuld an deiner Krankheit; das will ich dir beweisen." was man thun muß, das soll man auch ohne Zögern thun, ohne sich lange mahnen zu lassen, wirst du morgens zur Zeit geweckt, daun stehe sofort auf; dann kannst du behaglich und doch rechtzeitig fertig sein - und das ist dir zuträglich. Zögerst du aber aufzustehen, dann hast du keine Zeit dich ordentlich zu wascheil, und das ist ungesund; kannst nicht in Nuhe dein frühstück einnehmen, und das ist wieder ungesund; läufst so schnell als möglich zur Schule, wo du erhitzt ankommst, so daß dir die Schweißtropfen die Stirn herunterlaufen, und das ist nicht nur ungesund, sondern kann dir sehr gefährlich werden, namentlich im Winter. Schließlich hast du bei der Eile auch noch etwas vergessen, wirst bestraft, ärgerst dich, fürchtest dich vor den Vorwürfen deiner Litern, kommst mißmutig nach Hause, hast keine Lust zum Essen, das Esten bekommt dir vielleicht auch nicht — alles das ist also ungesund. Ähnliches kann sich zu anderen Tageszeiten und bei anderen (Gelegenheiten wiederholen; darum gewöhne dich, wenn du gesund bleiben willst, vor allem an Pünktlichkeit! KTtt der Pünktlichkeit verwandt ist die Ordnung, wer seine Zeit nicht schon vorher einteilt, wird oft nicht fertig mit seinen Arbeiten; wer alles erst suchen muß, weil er es nicht immer an demselben Platze hat, wird auch nicht recht fertig und muß womöglich noch spät am Abend bei Licht arbeiten, anstatt schon in seinem Bette zu liegen und zu schlafen; und das ist ungesund und schadet auch den Augen. Der Unordentliche behält auch nicht genug Zeit übrig, um sich in frischer Luft aufzuhalten, zu spielen oder spazieren zn gehen, und damit schadet er gleichfalls seiner Gesundheit, denn ohne die Bewegung in frischer Luft — und zwar 1 § Gesundheit, denn ohne die Bewegung in friscber Luft! i