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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1934-01-01 · 1 (1.1934) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
9 (1934)
Issue
1 (1.1934)
Date
1934-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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3- Ztungefähr ca. 230 aktive und inaktive Mitglieder zählen. Neuaufnahmen werden weiter n u r in den bekannten Trainingsstunden angenommen. Mit Sportgruß! Sportgruppe Mainz des Reichsbund jüd. Frontsoldaten -- i. A.: Mayer -OOO"' ■ PrioatkrankenDerfidjerungen (TTIittelftanbskrankcnkaffcn) und il)r<z jüdischen TTIitglieber. Bekanntlich haben die Zulassungen von jüd. Aerzten zu den Pflichtkrankenkassen und den Privatkrankenversicherungen durch die Neuordnung eine bestimmte Einschränkung erfahren. Vielfache Mitteilungen und Kommentare in den Zeitungen haben versucht, dem Publikum die Bestimmungen verständlich zu machen. Jedoch hat die Erfahrung der letzten Monate gezeigt, daß viele Versicherte trotz der verschiedenartigen Veröffentlichungen im Unklaren geblieben sind. Es wird deshalb, um Jrrtümer auszuschalten, erneut darauf hingewiesen, daß jüdische (nichtarische) Mitglieder von Mittelstandskrankenkassen jeden von ihnen gewünschten jüdischen (nichtarischen) Arzt in Anspruch nehmen können, gleichgültig, ob dieser zu gelassen oder nicht zugelassen i s t. Die Rechnungen jüdischer Aerzte müssen also in diesen Fällen nach wie vor tarifmäßig honoriert werden. Die Befürchtung mancher jüdischer Mitglieder, bei Inanspruchnahme eines n i ch't zugelassenen Arztes ihres Rückvergütungsanspruches verlustig zu gehen, ist also ebenfalls in jeder Weise unhegründet. öüchenschau. Das vom Hilssverein der Deutschen Juden, Berlin W. 30, Martin-Lutherstraße 91 soeben herausgegebene „Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen" bringt außerordentlich viel Jnfor mations material über die Verhältnisse in zahlreichen Ländern des europäischen Kontinents sowie in überseeischen Staaten, lieber 60 Länder werden behandelt, ausführlicher u. a. England, Frankreich, Jugoslawien, Spanien, Palästina, China, Persien, Canada, die Vereinigten Staaten, Argentinien, Brasilien, Chile und die Süd-Afrikanische Union. Das Korrespondenzblatt hringt Mitteilungen über klimatische Verhältnisse, die Währung der Länder und die Einwohnerzahl; bei der jüdischen Bevölkerung sind meist die großen Gemeinden in den betreffenden Landern aufgeführt. Sodann wird über die wirtschaftliche Lage, die Situation auf den A r b e i t s m ä r k t e n, die Berufsaussichten, Vorschriften über die Annahme von Arbeit usw. berichtet. Es werden eingehende Angaben über die Einreisebedingungen und Visagebühren gemacht. Interessant sind Berichte, die Auswanderer und Personen, die zur Einziehung von Erkundigungen nach verschiedenen Ländern gereist sind, den: Hilfsverein übermittelt haben. Das Blatt öringt u. a. eine kurze Zusammenfassung von Vorschriften über abzulegende Examina für Aerzte, die im Auslande praktizieren wollen, eine Liste ausländischer Konsulate in Berlin und deutscher Jnteressenverbände im Auslande. Das Korrespondenzblatt enthält im Quartformat 36 Seiten (72 Kolumnen). Es ist zmn Preise von RM. 1.— erhältlich im Büro des Hilfsvereins der Deutschen Juden, Berlin W. 30, Martin-Lulherstraße 91. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, Heft 5, Jahrgang 1933. Im vorliegenden Heft bringt A. Kaminka (Wien) seine ergebnisreiche Aufsatzreihe „Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse" zum Abschluß; desgleichen beendet S. Klein (Jerusalem) der verdienstvolle Förderer der palästinischen Topographik seine Serie „Zur jüdischen Altertumskunde" mit sprachlich, geographisch und kulturgeschichtlich interessanten Ausführungen zur mischnaisch-talmudischen Namenskunde. U. Cassuto (Rom) lenkt unsere Aufmerksamkeit auf einen bisher mnc ganz wenig bekannten hebräischen Dichter Italiens im 15. Jahrhundert: Mose ben Joab, und bringt ihn durch feinsinnige Interpretation von Proben aus seinem Diwan und eingehende literar-geschichtliche Würdigung unserm Verständnis näher. Besondere Hervorhebung verdienen auch die Beiträge zum Fall Mortara (1858), die Josef Meisl aus Berliner Archiven veröffentlicht. Man abonniert die Monatsschrift, deren materielle Förderung gerade in unseren Tagen ein dringendes Gebot ist, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlm wird und den jährlichen Mindestbeitrag von RM. 10.— an die Gesellschaft (Postscheck-Konto: Berlin Nr. 7030) sendet. Der rührige Schocken-Verlag Berlin SW 19 hat zu Chanukka eine neue Reihe seiner Veröffentlichungen auf den Büchermarkt gebracht. Er nennt diese Reihe „Bücherei des Schockenverlaaes". Dieser Name deutet schon an, daß hier an die Veröffentlichung einer größeren Folge von Büchern gedacht ist. Fünf Nummern dieser geplanten Folge sind jetzt gleichzeitig erschienen und zwar: Nr. 1: Die Tröstung Israels. Aus Jeschajahu. Kap. 40—55. Mit der Verdeutschung von Martin Buber und Franz Rosenzweig. — Nr. 2: Jehuda Halevi: Zionslieder. Mit der Verdeutschung von Franz Rosenzweig und seinen Anmerkungen. — Nr. 3: Joseph und seine Brüder. Ein altjüdischer Roman. Deutsch herausgegeben von Micha Josef bin Gorion. — Nr. 4: Martin Buber: Hundert chassidische Geschichten. — Nr. 5: S. I. Agnon: In der Gemeinschaft der Frommen. Erzählungen. Jedes dieser gut kartonierten Bändchen hat den Umfang von etwa 5 Druckbogen und kostet RM. 1,25. Das 8° Format der Bändchen ist handlich, die Ausstattung der Bändchen ist gut, der Drucktyp ist klar und gefällig. Wenn es bei dieser „Bücherei" dem Verlag nicht darauf ankam, inhaltlich neue Werke herauszubringen, sondern eine neue Auswahl oder Zusammenstellung von wertvollen Druckerscheinungen aus dem jüdischen Gebiet in billigen Ausgaben an einen größeren Leserkreis heranzubringen, so ist dieser Versuch einer zeitgemäßen Erkenntnis entsprungen und ist ein Verdienst. Hier wird Gelegenheit gegeben, eine wertvolle, kleine jüdische Hausbücherei zu erwerben. Dr. L. Personalnotiren. Barmizwoth: U l r i ch st e i n : 23.12. 33 Erwin Stern, Sohn d. Herrn Max Stern Mainz: 13.1. 34 Günther Stein, Sohn des Herrn Julius Stein 24. 2. 34 Hanns Neumann, Sohn des Herrn Rechtsanwalt Otto Neumann. Verlobte: Mainz — Tann: Frl. Lieselotte Schlösser mit Herrn Martin Abrahamsohn. Mainz: Frl. Zitta Weil mit Herrn Ludwig Carsch. Mainz — Frankfurt: Frl. Malwine Roth mit Herrn Walter Marxfohn. Groß-Gerau — Darmstadt: Frl. Trude Marxsohn mit Herrn Bruno Lilienfeld. Vermählte: Bandoeng — Groß-Gerau: Gustav de Leeuv mit Milla de Leeuv, geb. Hirsch. Sprendlingen (Rheinhessen) — Hersfeld (Rhön): Helmut Berger mit Sitta Berger, geb. Oppenheim. Gießen — Groß-Gerau: Jakob Stiel und Frau Ella Stiel, geb. Rothschild. F ü r f e l d (Kreis Alzey): Alex Kahn mit Erna Kahn, geb Lazarus. 60. Geburtstag: Sprendlingen (Rheinhessen): 8.1. 34 Adolf Berger. 70. Geburtstag: Mainz: 8.12. 33 Bernhard Kahn. 75. Geburtstag: Mainz: 19.12. 33 Julius Koch I. E b e r s h e i m : 26.12. 33 Leopold Goldschmidt. 80. Geburtstag: Wöllstein (Rheinh.): 17.1.34 Frau Jsaac Kaufmann, Rosalie geb. Lazarus. 81. Geburtstag: H a r x h e i ni : 25.12. 33 Gottschalk Mayer Gestorben: O f f e n b a ch : 9.11. 33 Justizrat Dr. Max Goldschmidt, 62 I. alt. D a r m st a d t: 1011. 33 Zacharias Kassels 78 Jahre alt. Mainz: 11.11. 33 Zacharias Ladenburg, 88 Jahre alt. Ober-Olm: 11.11 33 Frau Johanna Mayer, geb. Mayer, 69 Jahre alt. Mainz: 17.11.33 Leopold Stiebel. F ü r f e l d : 19.11. 33 Salomon Brück, 62 Jahre alt. D a r m st a d t: 25.11. 33 Fräulein Helene Sander. Gießen: 9.12. 33 Sally Meyerseld. 60 Jahre alt. E b e r st a d t : 9.12. 33 Salomon Reinheimer, 59 Jahre alt. N i e r st e i n : 14.12. 33 Jsaac Levy. 82 Jahre alt. E b e r s h e i m : 18.12. 33 Markus Mayer. 6efäjäftHd]es. Das Reisebureau Rettenmayer, Wiesbaden, dessen Inhaber Siegnmnd Kaufmann ein langjähriger Reisefachmann ist, stellt seinen bewährten Rat in allen Auswanderungsfragen zur Verfügung. Eisenbahn- und Schiffskarten für alle Linien zu Originalpreisen. (Siehe Inserat!)

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