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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1933-11-01 · 9 (11.1933) · p. Seite 5

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
8 (1933)
Issue
9 (11.1933)
Date
1933-11-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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m AU W’ / ^Jllll!lllllllll!llll!lllll!llll!llll!lll!l!ll!l!lll!llllll!ll!l!ll!!!ill!l!lll!l!l!lllll!llllllllll!llllllllllll!llllllllllllll!llllllllllll!ll!lllllllllll= W Anläßlidi der Verlobung unserer Kinder Hilde W M und Erich sind uns aus allen Kreisen der israel. M W Religions=Gemeinde Mainz und aus ganz Hessen so M W vieleguteWünsdieundliebeAufmerksamkeitenzuTeil W W geworden, daß wir für jedes Zeichen der freudigen W W Anteilnahme leider nicht einzeln danken können. M H Wir bitten deshalb, mit diesen Zeilen, zugleich M V im Namen des Brautpaares, aufrichtigen, herzlichen M W Dank für die wohltuenden Beweise der Verbunden- W W heit zum Ausdrude bringen zu dürfen. W 1 Rabbiner Dr. S. Levi und Frau W D Margarete geb. Weißmann/ M 1 Frau Rosa Hirschmann. W W Mainz, im November 1933. W Piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiil bent der Reichsvertretung deutscher Juden Leo Baeck schreibt über „Das Judentunr in der Gegenwart", Marlin Buber über „Biblischer Humanismus", von Franz Rosenzweig wird ein bisher unbekannter Brief über „Deutschtum und Judentum" veröffentlicht. Aufsätze, teilweise referierenden, teilweise die Gegenwartsfragen kritisch beleuchtenden Inhalts von Berta Badt-Strauß, Hanns Reißner, Fritz Brodnitz u. a. füllen den Glossenteil des Heftes. Namen und Themen zeigen mehr als Worte, daß mit der Umwandlung der Zweimonatsschrift — sie erscheint, von Pros. Julius Goldstein begründet, nunmehr schon im 9. Jahr — in eine „Monatsschrift der deutschen Juden" nicht nur dem Erfordernis der Aktualität Rechnung getragen werden soll. Der neue Morgen — vom Philo Verlag äußerlich in eine wohltuend sachliche Form gekleidet — faßt seine Aufgabe in einem „Disziplin" betitelten Leitartikel in folgenden programmatischen Sätzen zusammen. „Tie Zeitschrift will ein ungeschminktes Bild des Judentums geben, nicht nur einer Außenwelt gegenüber, deren Urteil starke Schwankungen zeigt, sondern auch für' den deutschen Juden selbst, der die wechselnden Seiten seines Wesens gespiegelt, zum Bild geformt sehen soll, um sich selbst immer klarer auszuformen. Deshalb soll keine Richtung des Judentums ausgeschlossen sein, keine aber auch mehr Anteil'verlangen können, als sie selbst am Ganzen hat, und keine soll unfruchtbar gegen die andere polemisieren. Vor allem aber sollen diese Blätter Zeugnis ablegen für die Verbundenheit deutscher Juden mit ihrem Heimatland, und itnsere schwerste und schönste Pflicht ist es, ihnen und der Umwelt einen Standort aufzuzeigen, der als geistiger Lebensraum kein neues Ghetto, wenn auch nicht den Rang in der Elite der Nation sein wird, den ein Nietzsche voraussah und begrüßte." — Wir begrüßen jede Regung im deutschen Judentum, die uns geistigen Rückhalt gibt die darüber hinaus geistig Schaffeuden allein durch die Tatsache ihres Erscheinens, ihres häufigeren Erscheinens, materiellen Rückhalt zu geben versucht, und wir hoffen, daß sich eine stattliche Leserzahl finden wird, um dem Unternehmen eine gesicherte Zukunft zu schaffen. Das objektiv-kritische und eindringlich interessante Buch: „Nationalismus und Imperialismus im vorderen Orient" von Dr. Hanns Kohn, den: langjährigen Korrespondenten der Frankfurter Zeitung in Jerusalem,'das einen liefen Einblick in die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse des nahen Ostens, insbesondere auch Palästinas, giöt, ist laut Mitteilung seines Verlages (Societäts-Verlag, Frankfurt a. M.) von RM. 11.— auf RM. 6 — für das gebundene Exemplar ermäßigt worden. Unter der Schriftleitung von Dr. Hans Joachim Schoeps gibt der „Deutsche Vortrupp" eine unter dem gleichen Namen erscheinende Zeitschrift heraus, die als Organ der deutsch-konservativ gesinnten jüdischen Jugend gilt und für 1.50 RM. halbjährlich (Einzelnummer 0.60 RM.) von der Kanzlei des Deutschen Vortrupp, Frankfurt a. M., Reuterweg 59, zu beziehen ist. Nach längerer Pause ist Anfang September wieder ein Doppelheft (Nr. 3/4) „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik", Zeitfchrist der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und der Hauptstelle für jüd. Wanderfürsorge u. Arbeitsnachweise, erschienen. Die Aufsätze dieses Heftes („Jüdisch-soziale Arbeit hellte" von Dr. Max Kreutzberger, „Die wirtschafts- und sozialpolitische Gesetz- ♦ Die Herzlichkeit der Glückwünsche, die mir ♦ ♦ zur fünfzigsten Wiederkeh r meines Geburts- ♦ ♦ tages aus weiten Kreisen der Gemeinde Mainz und ♦ f der hessischen Judenheit zugegangen sind, hätte An- ♦ ♦ recht auf eine persönliche Danksagung. Die Fülle der ♦ ♦ Zeichen freundschaftlicher Anteilnahme und die Last f ♦ der dienstlichen Arbeit in dieser Zeit machen es mir ♦ | aber zu meinem Bedauern unmöglich, für alle die | guten Wünsche einzeln zu danken. | £ Ich glaube annehmen zu dürfen, daß man mir's nicht verargen wird, wenn ich mit diesen Zeilen Allen, die mir ihre gute und treue Gesinnung be- | kündet haben, zurufe: Herzlichen Dank! ♦ Dr. S. Levi f 4 Rabbiner der israel. Religionsgemeinde Mainz, 4 gebung des deutschen Reiches seit dem 30. 1. 1933" von Dr. Hanns meißner, „Tie Bedeutung Palästinas für die jüd. Gegenwart" von Dr. Georg Landauer, „Berufsumschichtung als Ausweg" von S. Adler-Rudel u. a.) sind alle von grundsätzlicher Bedeutung. Sie nmreißen die gegertwärtigen Aufgaben der jüd. Sozialarbeit in Deutschland, indem sie von der neuen Situation für die Juden ausgehen. Damit bleibt die Zeitschrift ihrem Grundsatz treu, richtunggebend sein zu wollen, auf dem Gebiet der jüd. Sozialarbeit wie z. B. Berussumschichtung, genossenschaftlicher Zusammenschluß, Ausbau der Kredithilfe u. a. nr. r- Hilfe und Aufbau. Herausgegeben vom Zentralausschilß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau, Berlin-Eharlottenburg. Der Zentralausschuß der deutlchen Juden für Hilfe und Ausbau hat im Oktober 1933 eine Broschüre herausgegeben, die die Frage beantworten soll: „Was leistet der Zentralänsschuß?" Nach halbjährigem Bestehen, während dessen seine Leitung sich der jüdischen Oeffentlichkeit gegenüher eine beabsichtigte Zurückhaltung auserlegt hatte, um zunächst den Grundstein zu seineir Arbeiten fest zu verankern, soll diese zusammenfassende Darstellung einen Anfang auf dem Wege zur Popularisierung seiner Arbeiten bedeuten. Die beiden Aufgaben, die der Zentralausschuß sich gestellt hat — Hilfe und Aufbau — bedürfen der Unterstützung weitester Hel- Wiesbaden WIESBADEN Möslinger - Schönungen, Reinzuchthefen S H. Weis, Wiesbaden Herren - ac*li tli o m «Ion HERRENHEMDEN NACH MASS Moderne Selilafnnziige HAMBURGER & WEYL Marktstrafje, Ecke Neugasse Unterzeuye jeder V et Worms Kaufen Sie bei den Inserenten unseres Blattes. An alle Leser! Trau-I{in}>'e Uhren llesteeke Behinuek B. Silberberg, Bacher Worms, Kämmererstrafje 58 Eigene Reparatur-Werkstätte im Hause 5

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