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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1933-03-01 · 3 (3.1933) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
8 (1933)
Issue
3 (3.1933)
Date
1933-03-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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des Landesverbandes israelitischer llleligionsgemeinden lljessens iniiirj J933 8. Whrg. ßr. 3 trscheinungsott stlainr. Luschristen, welche das INitteilungsblatt betreffen, sind an das 6üro des Landesverbandes, stlainl, stindenburgstrasje 44;u richten. vie Reicbsoertretung ber jüdischen Canbesoerbänbe teilt amtlich mit: Mit Rücksicht auf die durch die politische Entwicklung der letzten Zeit geschaffene Lage trat die Reichsvertretnng der jüdischen Landesverbände Deutschlands am 12. Februar 1933 in Berlin unter dem Vorsitz des Präsidenten des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, Kammergerichtsrat Wolfs, zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Die Reichsvertretung rst bekanntlich durch Beschluß' vom 31. Januar 1932 begründet worden mit der besonderen Aufgabe, die allgemeinen jüdischen Interessen bei den öffentlichen Stellen im Reiche wahrzunehmen. Sie setzt sich aus 13 Vertretern der Landesverbände und den führenden Herren des Deutschen Rabbinerverbandes zusammen. In eingehenden Ausführungen wurde von den preußischen, bayrischen, badischen, sächsischen, hessischen, mecklenburgischen und hanseatischen Mitgliedern des Gremiums die politische, wirtschaftliche und kulturelle Situation im Reiche und in den einzelnen Ländern besprochen. Es wurden auch alle Schritte erwogen, die zweckmäßigerweise jetzt oder in nächster Zukunft nötig werden könnten. Um etwaige Maßnahmen zu jeder Zeit und ohne irgendwelche Verzögerung ergreifen zu können, auch die dauernde Fühlungnahme zwischen den offiziellen Organisationen des deutschen Judentums zu gewährleisten, wurde ein' aus fünf Herren bestehendes Präsidium der Reichsvertretung gewählt, das ermächtigt ist, alle ihm erforderlich scheinenden Schritte dauernd als Vertretung des gesamten deutschen Judentums einzuleiten und durchzuführen. Das fünfgliedrige Präsidium setzt sich aus drei preußischen und zwei süddeutschen Mitgliedern zusammen. Sein Sitz ist Berlin. Am Schluß der Verhandlung wurde von allen Seilen die Notwendigkeit betont, daß alle jüdische Arbeit im Geiste der Gemeinsamkeit geleistet werden möge, um in der jetzigen ernsten Zeit den deutschen Juden in Stadt und Land das Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Zusammenstehens zu stärken. flti die Vorstände und Rechner der verdandsgemeinden. Zur Vereinfachung der Gemeinderechnungen, der Gewinnung einer leichteren Uebersichtlichkeit und insbesondere auch zur Verminderung der Kosten der Rechnungsprüfung, die nach der Zahl der Nummern der Posten und der Belege berechnet werden, wird hiermit unter Bezugnahme auf § 90 der Dienstinstruktion für die Kirchenrechner vom 24. Oktober 1832 (Reg.-Bl. 1832 Nr. 94) folgendes empfohlen: Bei Umlagen, Einnahmen an Legbuchgeldern usw., Ausgaben für Besoldungen, Gas, Strom, Telefon usw. ist nicht die Höhe der einzelnen Belege in der Rechnung aufzuführen, sondern nur die Jahressumme änzugeben. Bei gleichartigen Ausgaben ist es zulässig 1. Einzelquittüngen gegen eine Sammelbescheinigung austauschen zu lassen, 2. auf einem, und unter nur einer Nummer erscheinenden, Blatte mehrere Quittungen ausstellen zu lassen oder Einzelquittungen aufznkleben, 3. die Summe mehrerer Einzelbelege unter einem Artikel zu verrechnen. Die Zusammenstellung solcher Einzelbelege soll ans einem besonderen Blatt, das dem Urkundenband'beizufügen, aber nicht zu numerieren ist, geschehen. Tie Zahl der Belege kann verringert werden, indem für kleine sachliche Ausgaben, wie Fernsprechgebühren, Porti usw. lediglich die Gesamtsnnnne angewiesen und von dem Ersten Vorsteher bescheinigt wird, daß die Quittungen über die Einzelbeträge von ihm znrückbehalten worden sind. Für die meisten Fälle nicht zu empfehlen, sind Sammelanweisungen, die unter verschiedenen Rubriken anznrufen sind. Sekanntmachung ber Vorstandes ber israelitischen Religionsgemeinbe varmstabt. Wegen Arbeitsnotfragen wird gebeten, sich an Herrn Paul Wildau, Hobrechtstraße 4 oder an einen Herrn des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde Darmstadt zu wenden. freiroilliger flrbeitsbienft unb Selbft* Hilfe ber Mischen Jugenb. (Schlich) Als weitere Sonderfrage wurde von Dr. Krentzberger die Anwendung des Freiwilligen Arbeitsdienstes auf die"'S t'n d e n t e n in Form des sog. Werkjahres dargestellt. Wenn auch hier, schon ans finanziellen Gründen, kaum mit der vollen Verwirklichung mancher Pläne zu rechnen ist, so wird doch, bei dem verhältnismäßig großen Anteil der jüdischen Jugend an der Zahl der Studierenden, jedem praktischen Ergebnis in dieser Frage vom jüdischen Standpunkt größte Aufmerksamkeit znzuwenden sein. — Nach ergänzenden Ausführungen von Dr. Georg L u b i n s k i (Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände), der besonders die Aufgaben hervorhob, die der organisierten und unorganisierten jüdischen Jugend auf dem Gesamtgebiet gestellt sind, kamen vor allem

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