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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1932-12-01 · 12 (12.1932) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
7 (1932)
Issue
12 (12.1932)
Date
1932-12-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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r r / F tnber J9321 Babbiner-Seminar zu Berlin, | 7.Ishrg.,jIIr.12? MMlMMbllck des Landesverbandes israelmscher Ilellgionsgemeinden Sjeffens d» 7' " M .-.-1 diese» Vlatt erscheint monatlich und geht den W» III Luschriftenr ßilainl, fjinöenburgflrnfjf flr. 44 glirörrn unentgeltlich |u. ♦ krscheinungsort Alain). III Schriftleitung: Dabbinrr Dr. S. froi, fHaini fr —.—.- —Dime ---i G-r J k k k t k 1 Zum Chanukkah-Feste. Das Chanukkahfest spielt, obwohl es das jüngste unserer religiösen Feste und kein biblisch vorgeschriebenes, sondern rabbinisch angeordnetes Fest ist, von alter Zeit her eine besondere Rolle im Gemütsleben unserer jüdischen Gemeinschaft. Die traulichen Abende mit ihrem durch die Reihe der Tage sich steigernden Lichterglanz, die Spiele mit Trendel und Nüssen, zu denen sich jung und alt um den Familientisch versammeln, hatten und haben ermunternde Kraft. Die Flämmchen der Chanukkahkerzen scheinen einen Strahl von Licht durch die Augen in die Herzen der Menschen zu senden. Selbst die jüngsten im Familienkreis haben den Ehrgeiz, am Entzünden der Lichter sich beteiligen zu dürfen. Die Volksmelodie des alten lieben Liedes Moaus zur jeschuosi bringt ein seltsames Klingen und Harmonie in die Herzen der kleinen und großen Sänger. Das Chanukkahfest mit seinem Licht und seinem harmonischen Klingen fällt mitten in die kälteste und lichtarme Zeit des Winters. Unsere Zeit wird als düster und lichtarm empfunden. Ta sollten wir die Gelegenheit, etwas Licht und etwas Harmonie in unsere Herzen einzufangen, mit besonderem Dank wahrnehmen. Es ist kein Heldenstück, über die Ungunst der Zeit und über die Not, auch wenn sie noch so ernst und drückend ist, zu klagen; denn durch die Klage wird ja nichts gebessert. Der Klagende verschlimmert seine Lage noch dadurch, daß er sich den Mut und die Zuversicht, deren er bedarf, schmälert oder nimmt. Dies sollte sich die ältere Generatiori tagtäglich sagen und unseren Kindern sollten wir die schöne Zeit der Jugend, die doch die Zeit der Freude sein soll, durch dauernde Wiederholung der Klagen über Mißgeschick und Mißlingen nicht verdüstern. Das Lichtweihfest sollten wir nützen zur Aufmuuterung uud Erleuchtung. Kostet uns die Einstellung zu solcher Gesinnung auch Mühe und Selbstüberwindung: Man feiert die Erinnerung an die Makkabäerhelden am würdigsten dadurch, daß man sich selber zu einem Heldentum bringt und „Was ist ein Held?" so fragen unsere Weifen (Sprüche der Väter 4. Perek 1. Mischnah). Sie geben die Antwort: i"*' rs "'212N „der, der sich selbst überwindet". Dr. L. 4 Die uon der Rhenus-Loge in fTlainz alljährlich ueranstaltete m ■£ Oft I^D I B t# S# ft U EEIEDfÜr äiG Mainzer jüdische lugend findet am m M N Ul 1% IV Mi "rCIEK Mittwoch, den 28. Dezember d. J. IIIIIIIIIIIIIIIIB nachm. 31/? Uhr im Rheingoldsaal der Stadthalle statt. Die Kinder der hiesigen Gemeinde und die Kinder der Landgemeinden aus der Umgebung uon fTlainz sind zu dieser Feier herzlich eingeladen. Rhenus-Loge U.O. B.B. fTlainz 5) |

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