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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1932-10-01 · 10 (10.1932) · p. Seite 6

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
7 (1932)
Issue
10 (10.1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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pie Organisation der sogenannten Judenlandtage, die sich alle 3 Jahre in Wieseck bei Gießen versammelten, wird als Beweis die Ansätze einer Gesamtorganisation erwähnt. (In diesem Zusammenhang hätte man wohl einen Hinweis auf die Entwicklung der oberhessischen „Landjudenschaft" erbringen können.) Ein besonderes Kapitel ist der wirtschaftlichen Lage und Funktion der Oberhessischcn Juden gewidmet. Es ergibt sich das auch für andere Laudcsteile schon bekannte Bild des jüdischen Händlers, der bei dem bestehenden Zunftzwange auf deu zunftfreien Handel, in Oberhesscn besonders den Vichhandel, angewiesen ist. Daneben finden sich kleinere Ansätze zum Geldhandel. Im ganzen ist die wirtschaftliche Lage der Oberhessischcn Judenschaft von jeher nicht besonders günstig gewesen, da auch die äußeren Bedingungen für einen wirtschaftlichen Aufschwung fehlten. Ilm so erfreulicher sind demgegenüber die Feststellungen, die die Verfasserin über die Religio n s ü b u n g trifft. Diese sah sich einer wechselnden Behandlung der Hessischen Landgrafen ausgesetzt, die zwischen Unterdrückung und Belehrung schwankte, aber sowohl auf die eine, wie auf die andere Weise die Ausübung religiöser Gebräuche erschwerte. Trotzdem blieben die Oberhessischen Juden ihrer angestammten Religion treu, wie die Verfasserin an der Schilderung eines im Jahre 1643 vollzogenen Bckehrungsvcrsuchs nachweist, der an der Standhaftigkeit der jüdischen Zuhörer bei der christlichen Predigt scheiterte. Im ganzen bietet die vorliegende Arbeit einen neuen Beitrag für die Geschichte der Juden in Deutschland in einem Landstrich, in dem schon seit Jahrhunderten jüdische Familien wohnen und mit dem wirtschaftlichen Leben ihrer Umwelt verbunden sind. Rechtsanwalt Dr. Stahl, Bad-Nauheim. Tie jüdischen Gefallenen des deutschen Heeres, der deutschen Marine und der deutschen Schutztruppcn 1914—1918, Ein Gedenkl'nch, herausgegcbcn vom R e i ch s b u n d j ü d i s ch e r Frontsoldaten, 1032. Dieses Gedenkbuch erscheint im Verlag „Ter Schild", dem Organ des R.j.F., Berlin W 15. Es wird im Monat Oktober 1932 zur Ausgabe gelangen. Preis Ganzleinenband 4.— RM. Mit diesem Gedenkbuch errichtet der R.j.F. deu im Weltkriege gefallenen jüdischen Soldaten ein bleibendes Denkmal. Er erfüllt eure Ehrenpflicht, die die Gesamtheit der deutschen Juden angeht, das Andenken an die Gefallenen zu wahren und späteren Generationen zu hinterlassen. Aber auch die politische Bedeutung und Wichtigkeit dieses Gedenkbuches ist von nicht zu unterschätzendem Wert. Sein Erscheinen wird nicht nur von allen jüdischen Kreisen, sondern in hohem Maße auch von maßgebenden politischen, nichtjüdischen Kreisen mit besonderer Aufmerksamkeit erwartet. Es ist ein Dokument von höchster Schlagkraft im Kampfe gegen die auf Entrechtung der deutschen Juden gerichteten Bestrebungen, die in der judenfeindlichen Agitation damit begründet werden, daß die deutschen Juden im Kriege an Blut nicht die gleichen Opfer gebracht hätten wie ihre nichtjüdischen Mitbürger. Dieses Buch widerlegt diese Lügen in eindrucksvollster Weise und ist daher für die deutsche Judenheit geradezu die beste Begründung für die Rechte, die nicht zu erbitteu, sondern gerade in Hinblick auf diese Opfer zu fordern sind. Staatslotterie Ziehung I. Klasse am 21. u. 22. Okt. Vs- 5.— V4- 10.— RM V*- 20 — Vi- 40.— RM Carl Leo Külp Darmstadt HUgelstr. 2 (Ecke Karlstr.) P. S. Ffm. 33 202 — Fernspr. 306t I apeten H “ Linoleum Gardinen Jungmann Darmstadt, Ludwig sph 6 TalinMsche Worte für kt Zeit kt Zmm Nmm. Kein Mensch sündigt, es sei denn zuvor die Unvernunft in ihn gefahren. - (Svtah S. 3) Ein erfülltes Gebot zieht die Erfüllung eines anderen Gebotes nach sich, und eine Sünde zieht eine andere Sünde nach sich. -- (Pirke Aboth IV, 2) Kein Mensch sicht Schuld an sich selber. (Sabbat S. 119, Kethuboth S. 105b) Personalnoüzen. Geboren: M a i n z : 15. 9. 32 eine Tochter des Herrn Fritz Frohwein. Biblis: 30. 6. 32 eine Tochter des Herrn Joseph Fränkel. Barmizwoth: E b e r s h e i m : 8. 10. 32 Lothar Goldschmidt, Sohn des Herrn N. Goldschmidt. M a i n z : 29. 10. 32 Gerhard Lewisohn, Sohn des Herrn Max Lewisohn. G r o ß - Z i m m e r n : Friede! Mathes, Sohn des Herrn Nathan Mathes. 79. Geburtstag: Mainz: 8. 9. 32 Simon Höxter. M a i n z : 28. 9. 32 Moritz Berneh. 80. Geburtstag: Sprendlingen: 14. 10. 32 Frau Pauline Metzger, geb. Neu- ' mann. 90. Geburtstag: M ainz : 13. 10. 32 Frau Siegmund Oppenheimer Wwe., (Schulstraße 5). Verlobte: M a i u z : Frl. Ruth Häusser mit Herru Otto Mannheimer. O b e r - I u g e l h e i m — Odenheim : Walter Mayer mit Margarete Mayer, geb. Brandt. Nieder- W'i e s e n — Bre m m a. Mosel: Frl. Selma Mendel, mit Herrn Julius Aron. Vermählte: M a i n z — S t r a ß b u r g : Hugo Levy und Paulette Levy, geb. Wolfs. Mainz — Groß-Gerau: Ist Cohu mit Martha Cohn, geb. Rothschild. Gestorben: Fricdlerg: 27. 8. 32 Recha Straus, geb. Schöuberg, 75 I. alt. 30. 8. 32 Regina Steinhardt, geb. Schack, 63 I. alt. 15. 9. 32 Ludwig Keller, 32 Jahre alt. Mainz: 9. 9. 32 Frau Delphine Hamburg, geb. Albert, 85 I. a. Elektrische Küche Im Gebrauch nicht teurer als andere Koch- und Bademethoden! Dagegen viele Vorzüge!!! ★ Näheres im Ausstellungsraum des 81SH1. Elehfrizllätswerhs Mainz Rheinallee 29 BRlBSm1 6

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