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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1932-09-01 · 9 (9.1932) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
7 (1932)
Issue
9 (9.1932)
Date
1932-09-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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? September )932i MdM-ikviL' zu Berlin. L 7.Iahrg., fllr.sf sb*=^:=«2=as=<5r=f?i<ir<^s des Landesverbandes ifrnclitifdHT ülellgionsgemeinden Ijessens t>. .—.■■■—1 "-DHIIC ■■■■■■.—< Vieses Statt erscheint monatlich und geht den W< j|| Luschristen: Alain), tzindenburgstrahe flr. 44 gliedern unentgeltlich zu. * krscheinungsort Alain). III Schriftleitung: flabbintr Dr. S. itoi, |Rlam| t ..- -3MC-... .-i Hauptfynagoge Mainz. Zur Wiedererrichtung eines Synagogenchor-Vereins, wie in früheren Jahrzehnten ein solcher hier bestand, hat sich eine Anzahl Damen und Herren zusammengetan. Dieselben nehmen bereits an den Synagogenchor-Proben teil und werden schon an den diesjährigen hohen Feiertagen im Chor der Hauptsynagoge Mitwirken. Gemeindevorstand und Synagogenkommission bitten hiermit Damen und Herren, die dem Chorverein beizutreten in der Lage sind, aus dem Büro der israelitischen Religionsgemeinde sich mündlich oder schriftlich anzumelden. Baldige und zahlreiche Anmeldungserklärungen werden sreudigst begrüßt. Der Vorstand der Israel. Religionsgemeinde. Bekanntmachungen. Eine Sitzung des Oberrats findet im Verbandsbüro am Sonntag, den 18. September d. I., nachmittags 2,30 Uhr statt. Die in Nr. 8 unseres Mitteilungsblattes angekündigte Veröffentlichung der erfolgten Ablösungen von Neujahrs- Glückwünschen erscheint in der nächsten Nummer. Wir bitten unsere Leser hiermit nochmals, sich hierbei zu beteiligen und einen Betrag von mindestens 3.— RM. auf das Postscheckkonto des Landesverbandes israel. Religions- Gemeinden Hessens Nr. 63618 Amt Frankfurt a. M. bis zum 20. September d. I. zu überweisen. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten Ortsgruppe Darmstadt. Am Sonntag, den 25. September 1932 (1. Slichaustag), vormittags 11 Uhr, findet auf dem hiesigen Friedhof der ifrael. Religionsgemeinde am Gefallenendenkmal eine Gedenkfeier für unsere gefallenen Kameraden statt, wobei Kamerad Dr. Bienheim eine Ansprache halten wird. Wir laden hierzu alle Angehörigen der Gefallenen herzlichst ein und erwarten von unseren Mitgliedern vollzähliges Erscheinen. Rabbi Elia Loans Baal Echem, Rabbiner von Mainz. Von Lehrer S. Stern, Rüsselsheim. (Fortsetzung.) Loans war auf allen Gebieten der jüdischen Wissenschaft zu Hause. Auch profanes Wissen war ihm nicht fremd?) Er war als Kopist, Korrektor und Herausgeber vieler Werke tätig. Ein Zufall brachte ihm eine dankenswerte aber mühevolle Arbeit durch das Abschreiben und Ordnen des Buches Darke Mosche, eines Werkes des allzufrüh Heimgegangenen Moses Jfserles, welches Zusätze zu den 4 Turim des Rabbi Jakob ben Ascher enthält. Als besondere Anerkennung für diese feine Leistung erhielt er vom Bruder des Verblichenen ein zweites Werk kabbalistischen Inhalts zum Geschenk. Dieses Buch hat Loans später in fernem Werke Aderes Elia verwendet. 1594 kam Elia wieder in seine Heimat zurück. Von 1599 bis 1600 gab er in Basel seinen Kommentar zum Hohenlied, Rinas Dodim und noch andere Werke heraus. Im Jahre 1600 wurde er von der Gemeinde Worms zum Prediger und Schulrektor berufen. Aber schon nach vierjähriger Tätigkeit übernahm er die Rabbinerstelle in Fulda und bald darauf folgte er einem Rufe nach Hanau. Der rasch aufeinanderfolgende Stellenwechsel beweist uns, daß Elia von Natur unstät war. In Hanau und später in Friedberg mußte er den ungünstigen Verhältnissen weichen. Die Unruhen in Hanau, die Zerstörungen in Worms und Frankfurt zwangen ihn, mit seiner Familie nach Mainz zu gehen. Man darf annehmen, daß Mainz ihm nicht fremd war; „Ich beschloß, mich mit Familie nach Mainz zu begeben, um im Kreise von Menschen, den Saronsrofen gleich, Vater und Beschützer (Patron) zu werden." Die Neuorganisation der Gemeinde?) um die sich Loans als Rabbiner verdient gemacht hatte?) bestand wahrscheinlich darin, daß er alle Flüchtlinge aus Frankfurt, Hanau, Worms und anderen Nachbarorten mit der Mainzer Gemeinde vereinigte und so den Grundstein zu einer größeren Gemeinde legte. Trotz seiner kurzen Tätigkeit daselbst, hatten sich doch viele Schüler um ihn geschart, um seinen Thoravorträgen zu lauschen. Wegen der Tiefe seines 7) Kaufmann, I. Eh. Bacherach, S. 33. b) Salfeld, Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart der jüd. Gemeinde Mainz, S. 37. s) „Am 18. Januar 1630 gestattete endlich der Kurfürst Anselm Franz, aus der Familie Wambold, den Juden zu Mainz auf ihr bittliches Ansuchen, daß sie sich einen Rabbiner annehmen und auf ihre Kosten erhalten könnten." Schaab — Geschichte der Juden in Mainz, S. 207.

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