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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1932-04-01 · 4 (4.1932) · p. Seite 7

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
7 (1932)
Issue
4 (4.1932)
Date
1932-04-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt, wo Hitler mit seiner antisemitischen Verhetzung eine entscheidende Kampagne in Deutschland eingeleitet hat, um sich endgültig den Weg zur Macht zu bahnen, erscheinen die schlichten Belege des Buches doppelt aktuell. Lucie Zobel, Die jüdische Berufsberatung. Grundlagen und Praxis. Schriften der Zentralwohlsahrtsstelle der deutschen Juden und der Hauptstelle für jüdische Wandersürsorge Nr. 6. Preis 1.25 NM. Berufsberatung in Verbindung mit dem Gedanken der Berufsumschichtung gehört gu den Schlagworten jüdisch-sozialer Arbeit. So häufig indes von Berufsberatung gesprochen und Berufsberatung geplant war, es blieb allzu oft bei Ansätzen in der Praxis, bei Ansätzen auch in gelegentlichen literarischen Beiträgen. Hier erscheint zum ersten Mal eine zusammensassende Darstellung jüdischer Berufsberatung, eine Erörterung der Grundlagen, aber auch ein Bild der Praxis, dargestellt' an Hand der jüdischen Berufsberatung in Berlin. „Warum brauchen wir eine jüdische Berufsberatung?" Diese Schrift gibt hierauf die Antwort. Arbeitsaufbau und Methoden der jüdischen Berufsberatung bedürfen besonders sorgfältiger Beachtung. Auch hierüber bringt die Schrift grundlegende Ausführungen. Hinweise auf die Methoden der Arbeit und illustrative Einzelfälle aus der praktischen Arbeit geben der Veröffentlichung einen besonderen Wert. Während die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen zur Massenarbeitslosigkeit wird und die allgemeine Fürsorge zu schematisieren droht, ergibt sich auf dem Gebiete der Berufsberatung für die jüdische Sozialarbeit eine besondere Aufgabe individualisierender Fürsorge. Wie durch individuelle Maßnahmen auf dem entscheidenden Gebiete der Berufseinordnung Notstände in Gegenwart und Zukunft zu beheben und zu verhüten sind, dafür gibt die vorliegende Schrift, aus der Praxis für die Praxis geschrieben, einen lebendigen Hinweis. Sie ist zu dem niedrigen Preise von 1.25 RM. durch die Zentralwohlsahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin-Charlottenburg, Kantstr. 158, zu beziehen. Maimer Pädagogium Abitur. Versäumte Schuljahre werden schnell u. sicher eingeh. Sprechst. Bauhofsftrasse 2 / Fernruf Münsterplatz 33173 Personalnotizen. Geboren: G u n t e r s b l u nt : eine Tochter des Herrn Ludwig Herz. M a i lt g : 23. 3. 32 ein Sohn des Herrn Paul Metzger. Barmizwoh: H a r x h e i m : 30. 4. 32 Simon Mayer, Sohn des Herrn Ferdinand Mayer. 6». Geburtstag: Eich: 7. 5. 32 Frau Mina Schott, geb. Levy. O be r - R a m st a d t : 16. 3. 32 Frau Lina Bendorf, geb. Mayer. 63. Geburtstag. E b e r s h e i m : 19. 4. 32 Bernhard Goldschmidt. 66. Geburtstag. Sprendlingen (Rheinh.): 25. 4. 32 Isaak Löb. Stellengesuche. Für jüdischen jungen Mann wird eine Lehrstelle als Gärtner oder landwirtschaftlicher Arbeiter gesucht. Gefl. Angebote unter Nr. 2552 an die Redaktion des Mitteilungsblattes erbeten. 70. Geburtstag. Eich: 10. 4. 32 Abraham Schott. 75. Geburtstag: Alzey: 24. 3. 32 Max Baum. H o h e n s ü l z e n : 17. 3. 32 David Klein. Geschäftliches. Am 10. März unterzogen sich an der Oberrealschule zu Mainz 3 Schüler und 1 Schülerin der mündlichen Reifeprüfung. Im Herbst des abgelaufenen Schuljahres legte 1 Schülerin dasselbe Examen an der Studienanstalt in Mainz ab. Sämtliche Prüflinge, die im Mainzer Pädagogium in verhältnismäßig kurzer Zeit vorbereitet waren, konnten ein oder mehrere Schuljahre gewinnen. Die Schule, die somit wiederum auf ein sehr erfolgreiches Schuljahr zurückblicken kann, bezieht anfangs April ihre neuen Schulräume, die sie in die Bauhosstraße 2 verlegt. Anmeldungen werden Bauhofstraße 2, 1. entgegengenommen. Das neue Schuftahr beginnt am 13. April. (Siehe Anzeige.) Jüdischer Iugendverein Mainz a. Rh. Heim: Klarastraße 13. Programm für April 1932. Mittwoch, 13. April: Herr Rabbiner Dr. Levi: Religiöse Arbeitsgemeinschaft. Sonntag, 17. April: Fahrt in den Bingcr Wald, Führung Fritz Eisemann. Dienstag, 19. April: Gemeinsame Veranstaltung mit der Rhenus- Loge und der Zionistischen Ortsgruppe. Dr. Ernst Simon, Haifa: „Die Geschichts-Philosophie des Marxismus". (Es ergehen noch Einladungen.) Donnerstag, 21. April: Sederabend iru Restaurant Gottschalk. Leitung Emil Mannheimer. Man bittet sich bis spätestens 15. April zur Teilnahme bei E. Mannheinter, Boppstr. 4, zu melden. Donnerstag, 28.. April: Volkswirtschaftlich-politische Arbeitsgemeinschaft; Leitung Max Tschornicki. Donnerstag, 5. Mai: Fahrt in den Taunus; Führung Robert Strauß. Näheres wird am schwarzen Brett bekannt gegeben. Beteiligt euch an unserer Arbeit! Besucht die Heimabende besser- 76. Geburtstag: Sprendlingen (Rheinh.): 13. 4. 32 Julius Neuberger. 78. Geburtstag: Obermockstadt: 18. 4. 32 Frau Regina Scheuer, geb. Leberrnuth. 79. Geburtstag. Griesheim: 15. 4. 32 Joseph Mendel. 90. Geburtstag: König: 22. 1. 32 Abraham Ehrmann. Silberne Hochzeit: O b e r - R a m st a d t : 10. 3. 32 Josef Wartensleben und Frau Thekla, geb. Sondheimer. Gestorben: Biblis b. Worms: 21. 2. 32 Moses Fränkel, 64 Jahre alt. Bingen (Rhein): 1. 3. 32 Frau Moritz Simon, 58 Jahre alt. D a r m st a d t : 4. 3. 32 Frau Fanny Schönberg, 74 Jahre alt. 23. 3. 32 Ernst Loeb, 9 Jahre alt. Düdelsheim: 13. 2. 32 Siegfried Wolf, 59 Jahre alt. E b e r st a d t : 9. 3. 32 Frau Emilie Gernsheimer, 80 Jahre alt. Friedberg: 3. 3. 32 Hermann Roßmann, 79 Jahre alt. F ü r f e l d (Rheinh.) : 21. 2. 32 Frau Leopold Strauß, 75 I. alt. G u n t e r s b l u m : 2. 3. 32 Wolf Grünebaum, 75 Jahre alt. Hochspeyer: 19. 3. 32 Berta Rubel, geb. Hiller. Mainz: 7. 3. 32 Frau Rosalie Mannsbach, geb. Jakoby. Mainz: 27. 3. 32 Frau Franziska Strauß, geb. Schönthal, 70 Jahre alt. Mainz: 28. 3. 32 Moritz Strauß, 70 Jahre alt. Worms: 21. 3. 32 Fräulein Berta Blum. Wörrstadt (Rheinh.): 1. 3. 32 Albert Dewald, 76 Jahre alt. 7

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