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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1930-12-01 · 12 (12.1930) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
5 (1930)
Issue
12 (12.1930)
Date
1930-12-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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15.Iahrg.,HIr.1Z j des Landesverbandes der israelilischen llleligionsgemeinden «jjeslens ^——— .. ""■.j,x... i vieles Blatt erscheint monatlich und geht den W« III Anschriften! ßllaini, tjindenburgstrahe flr. 44 gliedern unentgeltlich M. » Erscheinungsort ßllainj. II! Schristleitung: Aabbinrr Dr. 8. <roi, flloini t- -Dirne — —-i Zum Abschluß des fünften Jahrgangs unseres Mitteilungsblattes. Mit der vorliegenden Nummer schließt das Mitteilungsblatt des Landesverbandes der israelitischen Religionsgemeinden Hessens seinen fünften Jahrgang. Ein halbes Jahrzehnt der Arbeit ist zwar zahlenmäßig betrachtet kein besonderer Anlaß zu Rückschau oder Selbstlob, zumal wenn diese Arbeit sich lediglich mit der Herausgabe eines Zeitungsblattes befaßt, das jeden Monat nur einmal zu erscheinen pflegt. Es braucht aber andererseits nicht verschwiegen zu werden, daß der erste Aufbau und die Durchführung dieser Arbeit durch fünf Jahre mit mancher inneren und äußeren Schwierigkeit verbunden war und wir brauchen nicht zu verschweigen, daß unser Mitteilungsblatt von Jahr zu Jahr sich immer mehr zum willkommenen Monatsgast in den Häusern und Familien der hessischen Judenheit entwickelt hat. Dies soll der Leitung des Landesverbandes und des Mitteilungsblattes ein Ansporn zu weiterer Entfaltung und zum Ausbau dieses die hessischen Juden umspannenden geistigen Bandes sein. Wir bitten über auch unsere Leser, dem Mitteilungsblatt ihr Interesse in Zukunft zuzuwenden und ihm jede ergänzende Förderung zuteil werden zu lassen. Wir haben zwar einiges durch unser Mitteilungsblatt erreicht, aber viel, viel mehr bleibt noch zu tun. Die Schriftleitung. Verein zur Pflege jüdischer Altertümer in Mainz. Wie wir früher bereits einmal den Lesern des Mitteilungsblattes bekannt gegeben haben, hat sich unser Verein zur Aufgabe gemacht, jüdische Altertümer, Kunst- und Kultgegenstände zu sammeln und vor der Zerstreuung oder dem Untergang zu bewahren. Das im Verwaltungsgebäude der israelitischen Religionsgemeinde Mainz eingerichtete Museum legt beredtes Zeugnis ab für die Bedeutung dieser Arbeit. Die Geschichte und der Kunstsinn der jüdischen Gemeinden unserer engeren Heimat wird durch diese Sammlung anschaulich dargetan, der Jugend wird das Leben unserer Vorfahren eindringlich und nachhaltig vor Augen gestellt. Noch immer liegen und stehen Gegenstände, die in unser Arbeits- und Betreuungsgebiet gehören, unbeachtet, ungeschätzt und ungenützt in Synagogen oder jüdischen Häusern Hessens. Wir wenden uns deshalb heute erneut an die hessischen Juden und Gemeinden mit der Bitte, uns Nachricht darüher zukommen zu lassen, wo jüdische Altertümer, Kunst- oder Kultgegenstände vorhanden sind und bitten gleichzeitig um Ueberlassung dieser Gegenstände und wäre es auch nur iu der Form von Leihgaben. Wir wollen der Gesamtheit des hessischen Judentums und seiner Geschichte dienen. Zuschriften erbeten an: Verein zur Pflege jüdischer Altertümer, Mainz, Hindenburgstraße 44. Ter Vorstand. Vorstandsjubilüum des Herrn Jufttzrat Dr. Goldschmidt in Offenbach a. M. am 7. nnd 8. Nov. 1930. Die bei der Jubiläumsfeier, von welcher die folgenden Zeilen berichten, von Herrn Rabbiner Dr. Dienemann in Ofsenbach a. M. gehaltene Feftpredigt kann in der vorliegenden Nummer aus Raummangel nicht veröffentlicht werden. Wir werden aber diese Predigt, welche in weiteren Kreisen Beachtung finden darf, in der nächsten Nummer im Wortlaut bringen. Die Schriftleitung. Den Höhepunkt der Feier bildete der Festgottesdienst am Freitagabend. Fast die ganze Gemeinde hatte sich in dem festlich geschmückten Gotteshaus versammelt, um dem Jubilar ihre Dankbarkeit und Verehrung zu bezeugen. In seiner feinsinnigen und tiefdurchdachten Festpredigt würdigte Herr Rabbiner Dr. Dienemann einleitend die Persönlichkeit und die Verdienste des Jubilars und sprach dann über Sinn und Aufgabe der israelitischen Religionsgemeinde. Erhöht wurde die weihevolle Stimmung durch die von Frau Trude Sichel-Mühlstein mit tiefer Empfindung und gewohnter Meisterschaft vor der Predigt gesungene Hymne „Die Allmacht" von Schubert und das von Herrn Kantor Gottlieb und dem Synagogenchor in formvollendeter und stimmungsvoller Weise zum Vortrag gebrachte „Kau omar Adonoj" aus dem Rauschhaschonoh- Gebet, mit welchem die erhebende Feier ausklang. Am Sabbatvormittag begab sich der Gesamtvorstand in die Wohnung des Jubilars, um diesem persönlich seine Glückwünsche folgenden Inhalts zu überreichen: Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde Offenbach a.M. an Herrn Justizrat Dr. Max Goldschmidt Heute, da wir den Tag festlich begehen, an dem Sie, verehrter, Herr Justizrat, vor 25 Jahren das Amt eines Vorstehers in unserer Gemeinde übernommen haben, danken wir Ihnen für die Treue und Gewissenhaftigkeit, für die Weisheit und Einsicht, mit der Sie die Gemeinde leiten, für die nie versagende opferfreudige Hingabe an die Sache unserer Gemeinschaft und für die verstehende Liebe zu jedem Mitglied der Gemeinde.

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