Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 5 (1930)
- Issue
- 10 (10.1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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MWÜNIgÄM des Landesverbandes der israelitischen Keligivnsgemeinden Wens;— - ..sac 1 111 < Vieses Sla» erscheint monatlich und geht den W- III Luschristen: pHainj, öjindenburgstrahe jllr. 44 gliedern unentgeltlich >u. ♦ Erscheinungsort llllainj. III -chriftleitung: Vabbiner Dr. 8. ieoi, flTIninj t— .—LL . - 1 Sitzung des Oberrats am 7. September 1930. Anwesend: Der Verbandsvorsihende, Herr Kommerzienrat Mayer-Mainz; die Oberratsmitglieder mit Stellvertreter Herren: Benjamin-Darmstadt; Hachenburger- Darmstadt; Iustizrat Dr. Goldschmidt-Osfenbach; Oppenheimer-Fränkisch-Crumbach; Krämer-Friedberg; Dr.Stahl- Bad-Nauheim; Küchler-Alzey; Oppenheimer-Mainz; Rabbiner Dr. Levi-Mainz; Rechtsanwalt Rothenberger-Gießen; Iustizrat Dr. Marx-Bingen; Oppenheimer-Ober- Ingelheim; Sanitätsrat Dr. Nickelsburg-Worms; Ebert- Osthofen; Rabbiner Dr. Sander-Gießen; Rabbiner Dr. Lewit-Alzey; Diplom-Handelslehrer Simon-Darmstadt; Lehrer Stern-Alzey; Steinberger-Alsfeld, Goldschmidt- Altenstadt. 1. Der Vorsitzende dankt der Versammlung für ihr Erscheinen, begrüßt besonders das neugewählte Mitglied, Herrn Ebert-Osthofen, teilt mit, daß die Herren Kommerzienrat Kronenberger, Rabbiner Dr. Dienemann, Lehrer Kahn, Dr. Goldschmidt-Worms, Dr. Guggenheim-Offenbach, Hirsch-Groß-Gerau, Marcus-Gießen und Rosenthal- Oppenheim am Erscheinen verhindert sind und eröffnet die Sitzung. 2. Herr Lehrer Sulzbacher-Groß-Bieberau ist nach Nürnberg übergesiedelt und hat infolgedessen sein Mandat als stellvertretendes Oberratsmitglied niedergelegt. Es wird demselben der Dank des Landesverbands für seine Wirksamkeit und im besonderen für seine Tätigkeit im Landesverband zum Ausdruck gebracht. 3. Nach eingehendem Bericht über die Kassenlage des Verbands und der Mitteilung, daß derselbe bei der Sitzung der süddeutschen Arbeitsgemeinschaft, die am 6. Juli d. I. in Stuttgart stattfand, durch Herrn Kommerzienrat Kronenberger vertreten war, berichtet der Vorsitzende über die Verhandlungen der süddeutschen Arbeitsgemeinschaft und die der Reichsarbeitsgemeinschaft und über die Beschlüsse derselben. 4. Eine evtl. Beteiligung mit 2 Prozent an den Kosten der Reichsorganisationen soll durch eine Maximalsumme begrenzt werden. Die Gründung von Bezirks-Darlehnskasfen wird in unserer Gegend als nicht angezeigt erachtet. 5. In Erkennung der großen Gefahren, die die geplante Kalenderreform in sich birgt, sollen die Abwehrmaßnahmen gegen eine solche Reform gefördert werden. 6. Nachdem eine Wanderlehrerstelle mit dem Sitz in Niederohmen errichtet worden ist, wird eine solche für den Bezirk Altenstadt in Aussicht genommen. Die Herren Goldschmidt und Krämer berichten über die dieserhalb eingeleiteten Verhandlungen. 7. Herr Rabbiner Dr. Levi bezeichnet es als einen unhaltbaren Zustand, wenn neben dem als Schochet angestellten Lehrer ein Gemeindemitglied zum Schächten autorisiert wird. 8. Wegen der zu besetzenden Stelle in Groß-Bieberau werden verschiedene Vorschläge zum Ausdruck gebracht. 9. Im Interesse des Verbandes soll ein Lehrer ersucht werden, für Ockenheim und Dromersheim um Katechetengeld einzukommen. 10. Iustizrat Dr. Marx referiert über seine Stellungnahme zu einem Normalwahlstatut für örtliche Steuer- Vertretungen. Es wird hierauf beschlossen, die Redaktion durch eine Kommission vornehmen zu lassen. In diese Kommission werden gewählt: Iustizrat Dr. Goldschmidt, Vorsitzender, Iustizrat Dr. Marx, Rechtsanwälte Goldschmidt, Rothenberger und Stahl, sowie Herr Leop. Hachenburger. 11. Es wird beschlossen, einer israel. Neligionsgemeinde anzusinnen, ihren Lehrer besser zu besolden. 12. Nach Eingang des Erlöses für die veräußerte Synagoge in Appenheim sollen dieser Gemeinde zur Instandsetzung ihres Begräbnisplatzes 600 RM. überwiesen werden. 13. In Beantwortung ihres Gesuches um Beitragsermäßigung soll der Gemeinde Bischossheim eine Einge-