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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1930-05-01 · 5 (5.1930) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
5 (1930)
Issue
5 (5.1930)
Date
1930-05-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Rabbiner-Seminar zu Eerlin. \ Wsi J930 I Ä>rr>rr>-rr>.rL>rr---rr>^r S Jafjrß., mr. S f des Lsndesverbsndes der sirselMschm Aligionsgemeinden Asiens -—-— d::hc —■■"■■ -; vieses Slatt erscheint monatlich und geht den Mit- III Luschristen: Main,, tzindenburgstrahe sllr. 44 gliedern unentgeltlich >u. * Erscheinungsort Main>.!II -christleitung: Kabbiner vr. 8. Leoi, Mainz i -Di::iC 1 Bericht über die Tagung des Landesverbandes der israelitischen Religions-Gemeinden Hessens am 27. April 1930 in Darmstadt. * I. Geschäftsbericht erstattet von dem Verbandsvorsitzenden, Das am 31. März 1930 zu Ende gegangene Rechnungsjahr 1929 brachte der Leitung des Landesverbandes nicht allein viel Arbeit, sondern auch viele Unannehmlichkeiten. Während des ganzen Jahres war man dauernd bemüht, eine Einigung mit sämtlichen im separaten orthodoxen Landesverband organisierten Religionsgemeinden und Gesellschaften zu erzielen. Trotz unseres größten Entgegenkommens und trotzdem sich auch die Gemeinde Bensheim die größte Mühe gab, die beiden Verbände zusammen zu bringen, scheiterte dies an dem starren Standpunkt, den die Leitung des Darmstädter Verbandes einnahm. Diese vertritt den Standpunkt der Trennungsorthodoxie und glaubt, eine Majorisierung befürchtend, selbst in den geringsten Punkten nicht nachgeben zu dürfen. Viele, bis zu 8 Stunden lange Sitzungen und private Besprechungen haben es nicht fertig gebracht, die Gegenseite davon zu überzeugen, daß ein einheitlicher Landesverband der Juden Hessens der Regierung gegenüber ein Glück für unsere einheimische Iudenschast bedeuten würde. Wir haben die Versuche schließlich eingestellt, da wir zu keinem Ziel kommen konnten, und ich muß hier das Bedauern des Oberrats aussprechen, daß die viele Arbeit und alle unsere Bemühungen einfach umsonst waren. Herrn Kommerzienrat B. A. M a y e r Wir müssen uns damit zufrieden geben, daß unser Verband trotz allem fortschreitet und wenn der Führer der Gegenseite, wozu das Rabbinat Darmstadt II und eine Anzahl Zwerggemeinden Hessens gehören, es für einen Chillul Haschem erklärt, sich einem einheitlichen Landesverband, wie dem unfrigen, einzugliedern, so glaube ich doch an das Weiterbestehen und Gedeihen unseres Landesverbandes zum Wohle der hessischen Iudenschast. Weitere Verhandlungen betrachte ich für vollständig zwecklos. Ich persönlich bin auch gegen jede Wiederaufnahme derselben, zweifle jedoch nicht daran, daß mit der Zeit noch manche abseits stehende Gemeinde sich uns anschließen wird. Die Finanzlage unseres Verbandes hat sich, wie Sie aus dem Ihnen zugegangenen Bericht ersehen haben, etwas gebessert. Dank den uns von den Großgemeinden zugekommenen Beiträgen waren wir in der Lage, den Fehlbetrag des Vorjahres von beinahe 3500 — RM. zu decken. Rach dem auf dem Gemeindetag in Offenbach gefaßten Beschluß, Fehlbeträge nicht mehr aufkommen zu lassen, war der Oberrat zu seinem Bedauern nicht in der Lage, im ii. Semester des Rechnungsjahres eine Gratifikation an die Lchrer zur Auszahlung zu bringen. Gleichwohl war unsere Gesamtaufwendung für den Unterricht nicht geringer als im Vorjahre.

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