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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1929-04-01 · 4 (4.1929) · p. Seite 10

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
4 (1929)
Issue
4 (4.1929)
Date
1929-04-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Moses Mendelssohn, Eine Auswahl aus seinen Briefen und Schriften, zweite Auflage, Verlag I. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1929, 124 Seiten, Preis brosch. Mk. 1,90. Diese zweite Auflage eines vor Jahren erschienenen Buches, vermehrt durch eine Biographie Mendelssohns kommt im Jubiläumsjahre dieses jüdischen Philosophen und geistigen Führers zur rechten Zeit heraus. Die wesentlichen Betätigungsgebiete Moses Mendelssohns sind hier durch eine Auswahl bezeichnender Teile seiner Schriften vertreten. Wer sich einen allgemeinen Ueberblick über den Charakter und die Leistung Moses Mendelssohns verschaffen will, dem ist an der Hand dieses Buches die Möglichkeit dazu gegeben. The Jews in the United States, 1927, von Harry S. Linfield, Ph. D., New Jork the American Jewish Committee 1929, 110 Seiten. Diese von der statistischen Abteilung des amerikanischjüdischen Komitees in Newyork herausgegebene Veröffentlichung ist ein Abdruck des im American Jewish Jear Book 1928 erschienenen Originalartikels. Die darin enthaltenen Daten, Zahlen und Zusammenstellungen sind wertvolles statistisches Material für die Erkenntnis der jüdischen Bewegung in Amerika. Man mutz es den amerikanischen Organisationen zugestehen, datz sie die gegenwärtige lebendige Entwicklung der amerikanischen Judenheit von Anfang an zahlenmätzig zu ergründen suchen. Hinter den trockenen Zahlen und nüchternen Daten steckt geschichtlicher Geist. Galliner, A. Bilder zur Bibel, Erzväter, Verlag I. Kauffmann Frankfurt a. M., 1928, 30 Seiten Text und 20 Bildtafeln, Preis in Pappband Mk. 2,80, in Leinwand Mk. 3,30. Als Doppelbändchen 4/5 der unter Mitwirkung der Jugendschriften-Kommission der Grotzloge für Deutschland VIII.U.O.B.B. geschaffenen jüdischen Jugendbücherei kam diese Veröffentlichung heraus. Arthur Galliner gibt in einer Vorbemerkung und in einer Abhandlung über die verschiedenen Entwicklungsstufen des Themas Bibel und bildende Kunst eine einprägsame Einführung und macht so das beigefügte Bildmaterial verständlich. Druck und Ausstattung des Doppelheftes ist wie bei den früheren Veröffentlichungen der Jugendbücherei klar und gut; die letzten Feinheiten des Bildmaterials können allerdings bei dem beschränkten Format und der angewendeten Manier der Wiedergabe nicht herausgeholt werden. Bei dem obwaltenden Zwang, den Preis der Bücher tunlichst niedrig zu halten, ist aber die Grenze des Möglichen erreicht. Ein neues Geschenk-Buch ist mit dem vorliegenden Bändchen unserer jüdischen Jugend gegeben. Der Heine-Bund, eine jüdische Buchgemeinde, dessen letzte Veröffentlichung Schwartz, Karl: „Die Juden in der Kunst" wir in der Dezembernummer 1928 unseres Mitteilungsblattes bereits angezeigt hatten, tritt nunmehr in die dritte Jahresreihe seiner Veröffentlichungstätigkeit ein. Er hat durch seine bisherige Tätigkeit bereits sich recht verdient gemacht. Obwohl der Mitgliedsbeitrag für die vier Jahresreihenbände nur Mk. 14,— beträgt, scheint die tätige Anteilnahme in die jüdischen Kreise aber noch nicht tief genug eingedrungen zu sein. Man beging vor kurzem in ganz Deutschland einen „Tag des Buches" und weckte dadurch das Interesse und das Verständnis für die Kulturbedeutung des gedruckten Wortes und Gedankens. Bei uns Juden, die wir doch das Volk des Buches sind, ist aber durch die Wirren der wirtschaftlichen und geistigen Krisenzeit, die wir jetzt durchzumachen hatten, das Interesse für das jüdische Buch stark vernachlässigt worden. Für Luxus- und Liebhaberausgaben fand sich zwar ein — wenn auch durchaus ungenügender — keiner Kreis von Abnehmern; das jüdische Buch in mittlerer Preislage wurde überhaupt nicht oder nur sehr mangelhaft gepflegt. Der Heine-Bund hat in Form einer Buchgemeinde als einziger jüdischer Verlag sich zum Ziel gesetzt, für verhältnismäßig billigen Preis gut ausgestattete und inhaltlich wertvolle Werke bedeutender Autoren in den jüdischen Leserkreis hineinzutragen. Dieser Versuch trägt in sich den Keim verheißungsvoller Entwicklungsmöglichkeit, wenn die Mitgliederzahl seiner Buchgemeinde sich entsprechend erweitert. Wir empfehlen unseren Lesern Einforderung der kostenlos erhältlichen Prospekte und Anmeldung beim Heine-Bund, Berlin W 57, Pallasstr. 10/11. Personalnotizen. Geboren: Mainz: 3. 3. 29: Ein Sohn des Herrn Julius Fulda, 13. 3. 29: Eine Tochter des Herrn Karl Marxsohn. Verlobte: Friedberg: Frl. Edith Lewy mit Herrn Jacques Schapiro. Mainz: Frl. Trudel Lebrecht mit Herrn Walter Scheuer. Mainz-Berlin : Frl. Else Klein mit Herrn Sally Hecht. Vermählte: Düsseldorf-Grotz-Gerau: Herr Hans Rose und Frau Henny, geb. Oppenheimer, Mainz-Düren: Herr Dr. jur. Sigwart Süffel und Frau Dr. med. Aenne Süffel. Wallertheim-Stein-Bockenheim: Herr Emil Isaak und Frau Friede! Nach mann. Silberne Hochzeit: Offenbach: 10.4.29: Ludwig Mühlstein und Frau Emmy, geb. Scheuer. 70. Geburtstag: Friedberg: 26. 3. 29: Frau Sally Cahn, geb. Stern. Gestorben: Alzey: 25. 3. 29 Sanitätsrat Dr. Mainzer, 62 Jahre alt. Friedberg: Frau Berta Hofmann, 59 Jahre alt, Inge Rosenbaum, 8 Jahre alt, Moritz Stahl, 89 Jahre alt. Mainz: 3. 3. 29: Julius Lebrecht, 70 Jahre alt, Frau Anna Mayer, 89 Jahre alt, Mainz: 14.3.29: Leopold Weiß, 85 Jahre alt, Rabbiner Dr. Jonas Bondi. Gebetzeiten für die Pessachfeiertage in der Hauptsynagoge der israelitischen Religionsgemeinde Mainz. Mittwoch, 24. April: abends 7 Uhr (19 Uhr). Donnerstag, 25. April: morgens 9,30 Uhr; Thorahvorlesung 9 Uhr. Predigt; Minchah 19 Uhr; abends 19,30 Uhr. Freitag, 26. April: morgens 9 Uhr; Thorahvorlesung 9,30 Uhr. Predigt; Minchah und Abendgebet 19,30 Uhr. Samstag, 27. April: morgens 9 Uhr; Thorahvorlesung 9,30 Uhr; Minchah 19,60 Uhr; Sabbatausgang 20,30 Uhr. Dienstag, 30. April: abends 19,30 Uhr. Mittwoch, 1. Mai: morgens 9 Uhr; Thorahvorlesung 9,30 Uhr. Predigt; Minchah 19 Uhr; abends 19,30 Uhr. Donnerstag, 2. Mai: morgens 9 Uhr; Thorahvorlesung 9,30 Uhr; Minchah 20 Uhr; Passahausgang 20,40 Uhr. An den Wochentagen: abends 19,30 Uhr, morgens 7 Uhr. *••••

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