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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1929-02-01 · 2 (2.1929) · p. Seite 9

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
4 (1929)
Issue
2 (2.1929)
Date
1929-02-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Tie Loge bittet daher die Eltern, die Entsendestellen, insbesondere aber auch die Aerzte, sie in ihrem Bestreben, diese Winterkuren auszubauen, zu unterstützen. Anfragen erbeten an das Kindcr-Erholungsheim der Zion- Loge, Hannover, Körnerstraße 5. Vttcherschau. Gustav Landauer. Sein Lebensgang in Briefen. 2 Bände. Frankfurt a. M. Rütten & Loening. Geb. 16.00 RM. Wie in einem Menschen, dem erlesenen Menschen Gustav Landauer, natürliches Begreifen, politische Erkenntntsse und philosophische Einsichten zusammenschießen zu dem einen großen Bewußtsein der Verpflichtung ans Leben, zeigt sich in den von Martin Buber herausgegebenen Briefen, in denen die Geschehnisse der ersten zwanzig Jahre unseres Jahrhunderts in leidenschaftlicher und zugleich kritischer Aktivität sich spiegeln. Durch die große Zahl und Berschiedenartigkeit von Landauers Korrespondenten (wir finden unter ihnen Männer wie Constantin Brunner und Dehmel, Beer-Hofmann, Mauthncr und Erich Mühsam) wird^der Reichtum seines Geistes und die .Kraft seines Wollens offenbar; bic Fülle und Tiefe seines reichen Herzens aber .leuchtet, erschütternd und mitreißend, aus den Briefen an seine Frau und seine Kinder: Dokumenten eines Wissens um Beglücktheit, die erhofft, erlebt und schließlich entrückt, immer gleich lebendig und gleich verpflichtend ist. 30 neue Erzähler des neuen Rußland. Berlin. Malik-Verlag. 776 Setten. 8.00 RM. „Rußland spricht aus dem Mund dreißig Dreißigjähriger von Tod, Haß, Hunger, Hoffnung, Angst, Verzweiflung, Glück und Auferstehung. — Zehn Jahre, die ein Jahrtausend löschten — gewolltes Schicksal, das nicht vergeblich war — blühen auf in diesem- Dokument." So sagt der Verlag im Begleitwort und gibt damit den gedanklichen und gefühlsmäßigen Umkreis dieses Sammelwerkes, das — Sprechchor einer Zeit voller Wirrnis und Katastrophen — die Wucht der Verzweiflungen, die Dumpfheit ungeklärten Ringens, aber auch die schwungkräftige Zuversicht aufsteigenden Lebens in vielfältigem Rhythmus wiedertönt, wobei durch kleine biographische Hinweise jeder Sprecher in seiner Eigenart legitimiert wird. Wßm. Jüdische Zeitgeschichte. Ten 70. Geburtstag feierte am 20. Januar 1929 Herr Landgerichtsdirektor i. R. Geheimer Justizrat Leo Goldfeld in Breslau, der erste Vorsitzende des dortigen Gemeindevorstandes, dem er seit 1913 angehört, Mitglied des engeren Rates des Preußischen Landesverbandes, Abgeordneter beim Deutsch-Israelitischen Gemeindebunde und bei der Konferenzgemeinschaft, sowie Vorstandsmitglied in vielen Breslauer Organisationen. Briefkasten. An M. Einer. Sie dürfen wieder etwas einschicken, aber dann mit Angabe Ihres Namens, den wir aus unserer presfegesetzlichen Verantwortung heraus wissen müssen. Geschäftliches. Im Wettbewerb mit anderen Ländern können die jüdischen Kolonien für ihre Produkte nur Absatz auf dem Weltmärkte finden, wenn sie sich auf wenige Qualitätsartikel spezialisieren, in denen sie Vorzügliches zu leisten vermögen. Für Massenartikel fehlt dort der Boden. Produktion hochwertiger Qualitätserzeugnisse ist daher dort oberstes Wirtschastsgesetz. Deshalb wird u. a. in Wein, Honig, Orangen, Olivenöl dort das Beste und Vorzüglichste geboten. Die Import-Gesellschaft Palästina in Berlin, Bülowstraße 89, hat sich zur Aufgabe gesetzt, diese Palästina-Produkte in Deutschland einzuführen. Sie hat dank der vorzüglichen Qualität ihree Waren bereits einen großen Liebhaberkreis, insbesondere für ihre Tafel- und Dessertweine, Weinbrand, Orangeade, Bienenhonig und.Liköre gefunden und empfiehlt sich mit ihrer reichhaltigen Auswahl allen denen, die Wert auf Qualität und Wohlgeschmack legen. I aiKftlUlf Israelitisches Knaben Institut f. junge Leute, die die vorzüglichen Schulen der Stadt besuchen. Professor im Hause zur Überwachung der Studien. Sehr gute Verpflegung, Zimmer mit fließendem Wasser, großer Garten. Erstkl. Referenzen. Prospekt Mme. Julien LOB, Villa Trifolium. Jüdischer Jugendverein Mainz a. Rh. Heim: Gemeindehaus, Gabelsbergerstraße. Programm für Februar 1929. Donnerstag, 14. Februar, 8% Uhr: Besprechung zwecks Veranstaltung von Liederabenden, zugleich weitere Besprechung der Orchestergruppe. Leitung Hans Strauß und Ernst Neuburger. Freitag, 15. Februar, 8A Uhr: Freitagabeudfeier. Montag, 18. Februar, 8% Uhr: Heimabend von Dr. Stern. Allerlei Interessantes aus der Natur. Donnerstag, 21. Februar, HA Uhr: Leseabend von Heinz Gochsheimer: Aus Werken von Jack London. Montag, 25. Februar, 8% Uhr: Heimabend von Max Tchornicki: Das Wandern in den Alpen und seine Gefahren. Donnerstag, 28. Februar, 8% Uhr: Heim abend von Josef Kahn: Zur Geschichte der Emanzipation. Bund Jüdischer Pfadfinder „Kadimah" Mainz. Bundesanschrift: Hindenburgplatz 1. Bundesheim: Schulstraße 64, Hth., Part. Unser Wochenplan hat sich in den letzten Monaten fast unverändert erhaltet:, so daß es überflüssig wäre, ihn immer wieder zu veröffentlichen. Im folgenden geben wir nur den Plan unserer Arbeitskreise wieder, die nicht auf eitle bestitnmte Gruppe beschränkt sind, sondern die aus Jungens und Mädels verschiedener Patrullen bestehen : Aelterenschaft: Samstags 20,15 Uhr. Jüdischer Gefchichtenkurs: Samstags 15,15 Uhr. Singkreis: Samstags 14,30 Uhr. Sprcchchor: Samstags: 16 Uhr. Die Abende der Aelterenschaft, die das Thema Sozialismus behandeln, werden zum großen Teil von einem älteren Menfchett außerhalb uttseres Bundes geleitet. Besonders in Anbetracht der Wichtigkeit dieses Stoffes find wir gerne bereit, auch den Teilen der jüdischen Jugend, die uns noch fernsteben, Gelegenheit zur Mitarbeit zu geben. Wer für die Abende Interesse hat, möge sich bei einem unserer Jungens oder Mädels, oder auch bei der Bundesanschrift zuvor anmelden. Mainzer Vädagogium Fernruf 3173 J djttU Fernruf ZI73 Vorbereitung für alle Klassen der höhern Schulen, Obersekunda, Prima, Abitur; auch für Damen. Abschlußprüfung gerbst und Ostern (Stoff des früheren Einjähr. Ex ) an der Schule. — Versäumte Jahre werden schnell und sicher nachgeholt. Sprechzeit: Diether v Isenburgstr. t3y,q' von 12—V/., Uhr. Personalnotizen. Geboren: Mainz: 26. 1. 29 ein Sohn des Herrn Emil Heimann. Verlobte: G a u - O d e r n h e i m—H a ttt m; Frl. Hedwig Trum mit Herrn Heinrich David. K ö I n—B retzenheim (Set Mainz): Frl. Hilde Salomon und Herr Siegfried Zacharias. R e i n h e i m (Odenwald)—R ülzhei ttt « Baden): Frl. Martha Strauß und Herr Sally Hahn. Vermählte: I u g e n h e i ttt—ft önig : Robert Müller uttd Recha Müller, geb. Oppenheimer. Mainz : Josef Koch und Dorle Koch, geb. Weis. 70. Geburtstag. M a i tt z : 29. 1. 29 Herr Emil Löwensberg. 75. Geburtstag. Mainz: 18. 1. 29 Herr Zacharias Weis. Gestorben: Mainz: 12. 1. 29 Frl. Julie Kehrmann, 54 Jahre alt. 12. 1. 29 Moritz Edinger. 23. 1. 29 Frau Auguste Heidenheimer, geb. Heiden- Heimer. G u tt t e r § b l u m : 2. 2. 29 Simon Liebmann, 58 Jahr alt. W e i s e n a u : 3. 2. 29 Frau Johanna Ganz, geb. Bamberger, 52 Jahre alt. y

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