Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 3 (1928)
- Issue
- 11 (11.1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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IlHouember )928 1 A A AOm i Rabbiner-Semtnar«s! MWIlllWSlick des Landesverbandes der israelitischen Keligionsgemeinden Sjessens Sirfes Blatt erscheint moiiaNich und geht den Kit- - HM lufrijriften: Warn], Ijinörnburgflrafte Pr. 44 gliedern unentgeltlich >u. * krscheinungsort NIain>.!l! Achriflleilung: Oadbiner vr. S. tevi, Wain> k ~M . .1 Sitzung des Oberrats am 14. Oktober 1928. Anwesend: Der Verbandsvorsitzende Herr Kommerzienrat B. A. Mayer, Mainz, und Stellvertreter Herr Kommerzienrat Kronenberger, Mainz; die Obcrratsmitglieder und Stellvertreter Herren: Iuftizrat Dr. Goldschmidt und Dr. Guggenheim, Ossenbach a>. M.; Lehrer Kahn, Alsfeld und Lehrer Sulzbacher, Großbieberau; Ferdinand Krämer und Julius Engel, Friedberg; Jacob Küchler, Alzey und Siegfried Rosenthal, Oppenheim; Rabbiner Dr. Levi, Mainz; Rechtsanwalt Rothenberger, Gießen; Iuftizrat Dr. Marx und Oscar Mayer, Bingen; Sanitätsrat Dr. Nickelsburg, Worms; I. Oppenheimer, Gau-Bickelheim und Ferd. Oppenheimer, Oberingelheim; Rabbiner Dr. Sander, Gießen und Rabbiner Dr. Lewit, Alzey; Diplomhandelslehrer Simon, Darmstadt und Lehrer Stern, Alzey; Adolf Steinberger, Alsfeld. 1. Der Vorsitzende begrüßt die Erschienenen, berichtet unter Bezugnahme aus das den Mitgliedern bereits übersandte Sitzungsprotolol! über die am 2. September d. I. in Berlin stattgehabte Sitzung der Reichsarbeitsgemeinfchaft, in welcher er den Landesverband vertreten habe. Er gibt Kenntnis von geführten Korrespondenzen, erfolgten Gratulationen zu zwei Jubiläen und zu zwei sonstigen Festlichkeiten von Verbandsgemeinden und von dem Eingang von 1200.- RM. für die veräußerte Synagoge der aufgelösten Gemeinde Kirchbrombach. Es wird festgestellt, daß dieser Betrag, bzw. seine Früchte für Talmud-Thora oder Hachnasath-Kallah verwendet werden muß. 2. Die Gemeinden Allendorf a. d. Lumda und Griesheim bei Darmstadt haben ihren Beitritt erklärt. 3. Dem Verband der jüdischen Iugendvereine Deutschlands, der in Sachen Wahlrecht eine Resolution übersandt hat, ist mitzuteilen, der Erlaß von Wahlregulativen sei Sache des örtlichen Gemeindevorstandes, der Landesverband greife in das Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden nicht ein. Im Verlauf der stattgehablen Beratungen erklären sich die Herren Rothenberger und Simon für das Frauenwahlrecht und gegen Ausschluß der Ausländer. 4. Es' wird beschlossen, wegen eines Staatszuschusses beim Ministerium erneut vorstellig zu werden. 5. Eine Heranziehung in Vereinzelung wohnhafter Familien zu den Kosten des Landesverbands erscheint z. Zt/ nicht möglich. Abgesehen vom Kirchensteuergesetz sei der Erlaß der hessischen Durchführungsbestimmungen zu Art. 137 der Reichsverfassung vorerst noch nicht zu erwarten. 6. Herr Rabbiner Dr. Sander berichtet über die Bewilligungen des Schulausschusses und über dessen seitherige Praxis. Im Anschlüsse hieran wird beschlossen, im Rahmen der vorhandenen Mittel durch den Schulausschuß halbjährlich zu zahlende Gehaltszulagen beschließen und anweisen zu lassen. 7. Es find bewilligt worden: a) Zulagen für Lehrer RM. 2550. t>) einer Gemeinde RM. 30.- t‘) einer Gemeinde als Darlehen RM. 300. <0 Reisekosten zu einer Lehrerversammlung RM. 200.- <>) für Instandsetzung des Friedhofs aus der Ronneburg RM. 200.- f) Reisekosten für einen Bezirksschochet RM. 800.- 8. Es werden bewilligt: a) für Unterricht ca. RM. 800. - i>) für Instandsetzung des Friedhofs der Gemeinde Angenrod RM. 200.— 9. Für die bei der Versicherungsanstalt in Darmstadt versicherten Verbandsbeamten sind gleichwohl Angestelltenmarken zu verwenden. 10. Ein Subventionsgesuch wird für das Rj. 1929 zurückgestellt. 11. Einer Gemeinde soll die Zahlung eines Beitrags zum Gehalt des Verbandslehrers angesonnen werden. 12. Es wird beschlossen, Herrn Lehrer Strauß zu Griesheim bei Darmstadt als Verbandslehrer anzustellen.