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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1928-10-01 · 10 (10.1928) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
3 (1928)
Issue
10 (10.1928)
Date
1928-10-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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des Landesverbandes der israelitischen Keligionsgemeinden lüessens *?' lllktober 1SZ8 L :V-rr>rr>r->-rr>r-r°rr^Ar t- .—1 Vicses Statt erscheint monatlich unö geht den fllit« III Luschriften: (ntainj, ßjindenburgstrahe flr 44 gliedern unentgeltlich ju. ♦ krscheinungsort lHainj. IEI Schriftleilung: fiabbinet Dr. 9. leoi, Hains fr 3B3C 1 Landesverband der israelitischen Von der Lage der jüdischen Lehrer Religionsgemeinden Hessens. im Volksftaate Hessen. Tie Mitglieder des Otzcrrntes und deren Stellvertreter sind ans Sonntag, den 14. Oktober d. I., vvrm. 10Ufjr, in das Perbandsbiiro (Mainz, ^coitc Synagoge, Eingang Govrlsverperstroße) zu einer Oberratssitznng berufen. M a i n z, den 27. September 1028. Der Verlmndsvorsitzcnde: gez. B. A. Bk a y e r. ' Tagesordnung: 1. Berichte und Mitteilungen des Vorsitzenden. 2. Mitteilungen des Schnlansschnsses. 3. Tie Verhandtnngen mit dem gesebestrenen Perband in Darin stabt. I. Festsebnng von Beiträgen. Festsetzung der für Woblsayrtsanstalten veranschlagten Beiträge. (). (besuche uni Subventionen und um Mitgliedsbeiträge. 7. -Snbventionsgesnche von Perbandsgemeinden und Gemeindebeamten. N. Anfrage der Reichsversichernngsanstalt.!l. Sicherstellung und Jnstandbaltnng von Friedhöfen. 10. Bebandlnug der BeitrittserklärunginPereinzelnng wobnbafter Familien, und eventuell^ die Festsebnng der Beiträge solcher. 11. Fortbildungskurse. 12. Verschiedenes. lieber die Frage: „Wie sieht es im jüdischen Lehrerstand des Polksstaates Hessen aus?" ist gerade in den letzten Wochen so mancherlei verhandelt und veröffentlicht worden. Nachdem Herr Lehrer Joseph Marx in Gießen in unserem Mitteilungsblatt ls. 2. Fahrgang, Nr. 5, 6, 7, 8, 9, 10) „Das jüdische Schulwesen des Freistaates Hessen in Vergangenheit und Gegenwart" dargestellt hatte, war am Ende des Jahres 1927 eine Arbeit des Herrn I. Lebermann in Darmstadt über „Jüdische Schulnnb Lehrerverhältuisse in Hessen" im Jahrbuch der jüdisch-literarischen Gesellschaft und auch als Sonderdruck erschienen. Diese beiden Arbeiten befaßten sich aber in erster Litlie mit der geschichtlichen Entwicklung, also mit der Vergangenheit der behandelten Frage. Wenn in diesen Abhandlungen die gesetzliche Grundlage des llntcrrichts und die rechtliche Stellung des Lehrers behandelt wurden, so war darails doch noch kein klares Bild tiber die recht düstere Gegeivvartssituation des Unterrichts und des Lehrerstandes gu gewinnen. Die am 26. August 1928 in Ossenbach stattgehabte Jahresversammlung des hessischen israelitischen Landeslehrervereins und die bei dieser Tagung gepflogenen Verhandlungen haben die gegenwärtige Lage in ihrer'ganzen Bedenklichkeit ausgezeigt undFmben zu dem offenen Brief und einer Erwiderung im „Israelit" von: 6. und 27. September d. I. geführt. Wer in der Lage des jüdischen Lehrers und des jüdischen Unterrichts eine bedeutungsvolle Grundlage für den Ausbau des Judentums überhaupt erblickt --- uud jeder Einsichtige und Verantwortungsbewußte m u ß sie darin erblicken — der darf an dieser Frage nicht gleichgültig vorübergehcn. Alle Versuche, jüdisches Wissen und jüdisches Bewußtsein zu stärken, werden in Klein- und Großgemeinden zur Ohnmacht verurteilt seiu, wcnu dem Lchrerstand in rechtlicher und wirtschaftlicher Stellung nicht die Kraft gegeben ist, welche Ihn mit Arbeitsfreude und Arbeitsruhe erfüllt. Wir bringen deshalb in unserer heutigen Nummer eine ausführliche Darstellung der Tagungsverhandlung, um das Augenmerk der weitesten Kreise auf diese Frage zu lenken und die Gesamtheit der hessischen Juden aus die wichtige Pflicht unserer Tage hinzuweisen, die darin besteht, daß wir nicht bedauernd und jainmernd über den Verfall zahlreicher Gemeinden und ihrer Einrichtungen hinweggehen, sondern daß wir mit Opserbereitschaft an der Behebung eines Mißstandes arbeiten. Mögen die Darlegungen die verdiente Beachtung finden!

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