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Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens · 1927-06-01 · 6 (6.1927) · p. Seite 7

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Journal
Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
Volume
2 (1927)
Issue
6 (6.1927)
Date
1927-06-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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gelangte eine von den Kameraden Tr. E. Fried und Heinrich Kehr verfaßte dretaktige Operette „Mars im Frontbund", in welcher Sc&crt, ©ctft und Humor sich derart glücklich vereinen, daß dadurch der lebhafte Beifall aller Zuhörer hervorgerufen werden mußte. Brw wunichen dem Werk darum weitere Verbreitung, auch anderwärts soll man sich daran ergötzen können. — Die Verteilung der Rollen war eine glückliche. Jeder gab sein Bestes, so daß durchaus von )ehr guten und erstklassigen Leistungen gesprochen werden kann. -ms gilt auch in vollem Maße von den Gesangs- und Tanzeinlagen. Wenn wir hier die Leistungen von Frau Dr. Salomo n besonders anfuhren, so tun wir's sicher im Sinne aller Mitwirkenden und Zuhörer. Der vou Dr. C. F r i e d verfaßte und von Fräulein G r e t e l Mayer wirkungsvoll gesprochene Prolog schuf die geeignete Stimmung. So war es natürlich, daß die Dankesworte, die Kamerad Dr. Fritz 'S a l o m o n an die Verfasser, an die Mitwirkenden und namentlich an die die Einstudierung Leitenden, Frau Ella Mannheimer und Regisseur M a x M alen, Mainz, richtete, ungeteilten Beifall fanden. — Der an das Spiel sich aiischließeiide Taiiz hielt die Besucher noch bis zum Morgen zusammen. Verbände und Vereine. .Twr Hilfsverein der deutschen Juden, der ursprüiiglich für die jüdische Auslandshilfe gegründet wurde, und während der Kriegs- und Inflationszeit sein Wirken so gut wie ganz einstellen mußte, ist nunmehr wieder im Aufbau begriffen. Zur Zeit erstreckt sich seine Tätigkeit auf die Emigrantenwaisen- und Süudentenfürsorge und auf die Unterstützung des jüdischen Aufbauwerkes in Rußland. Einen genauen Einblick in die vielseitige Arbeit des Hilfsvereins können wir aus dem vou ihm herausgegebenen „Korrespondenzblatt des Zentralbüros für jüdische Au'swanderungsangelegenheiten" gewinnen. Darnach verdiente es der Hilssverein, mehr wie bisher aus allen jüdischen Kreisen unterstützt zu werden. Um den Mitgliedern unseres Bezirkes, namentlich denen der Landgemeinden, Gelegenheit zu geben, die Leistungen des Hilfs- Vereins kennen zu lernen, hat sich Herr Tr. Wischnitzer, Berlin, der Geschäftsführer der Organisation, bereit erklärt, in Kürze in Mainz einen Vortrag zu halten, auf den wir schon jetzt Hinweisen wollen. Sprechsaal. Folgende Zuschrift ging uns auf die unter dieser Rubrik gebrachte Anregung, betr. Schaffung einer Organisation zur Förderung von Brautausstattungen für den Bezirk des Landesverbandes zu. Die Anregung, die in der letzten Nummer des Mitteilungsblattes unter der Rubrik „Sprechsaal" gegeben wurde, ist gewiß recht beherzigenswert, dürfte aber für Mainz llicht in Betracht kommen. Hier in Mainz wurde schon im Jahre 1724 ein israelitischer Mädchenausstattungs-Verein gegründet, der sich die Aufgabe gestellt hat, unbemittelte jüdische Mädchen auszustatten. Der Verein hat sehr segensreich gewirkt, mußte aber schon seit 1921 seine charitative Tätigkeit einstellen, weil durch die Inflation der größte Teil seines Verinögens, das in mündelsicheren Papieren angelegt war, verloren ging. Es ist uns aber gelungen, dnrch die Beiträge und den Opfersinnn unserer Mitglieder wieder ein Kapital aufzubringen, das uils ermöglicht, noch in diesem Jahr ein heiratsfähiges, unbescholtenes jüdisches Mädchen mit 6000.— RM. auszustatten. — Auch noch andere alte, schon von unseren Vorfahren gegründete segensreich wirkende Vereine haben wir die Pflicht zu erhalten und weiter auszubauen. Man sollte deshalb — soweit Mainz in Frage kommt — von Gründung neuer Vereine absehen und nicht seine Kräfte zersplittern. Leopold Klein, Kassierer des isr. Mädchennusstattungsverein Mainz. N a ch b e m e r k u n g der S ch r i f t l e i t u n g : So erfreulich die Mitteilung und dankenswert die Anregung des Einsenders auch ist, glauben wir doch daraus Hinweisen zu müssen, daß, im Falle die Verwirklichung der ursprünglichen Anregung nicht möglich ist, jede Gemeinde unseres Bezirkes — soweit sie dazu in der Lage ist —bestrebt sein sollte, einen Brautausstattungsverein ins Leben zu rufen und diesen, sowie bereits bestehende gleiche Vereine, mit allen Kräften zu unterstützen, damit die dem edlen Zwecke dienenden Mittel — möglichst alljährlich — bereitgestellt werden bzw. zur Verteilung gelangen können. Jüdischer Iugendverein Mainz a. Rh. Programm für Juni. Tonnerstng, 2. Juni, 8% Uhr, Gemeindehaus: Gemeinsamer Heimabend des Jüd. Jugendvereins und der Kadimah unter Leitung des Herrn Nabbiner Tr. Levi über: Das Schewuothfest und die Omerzeit. Tonnerstag, 9. Juni: Spielnbend; Leitung Max Tichorincki; abends 8y2 Uhr, Gemeindehaus. (Schach- und Tischtennis mitbringen.) Montag, 13. Juni: Arbeitsgemeinschaft Dr. Picard; abends 8K Uhr, Gemeindehaus. Montag, 20. Juni: Oeffentlicher Tiskussionsabend; abends 8% Uhr im Gemeindesaal. Thema und Referenten werden noch bestimmt. Tonnerstag, 23. Juni: Arbeitsgemeinschaft Max Tschornicki: Die modernen jüdischen Parteien; abends 8% Uhr, Gemeindehaus. Montag, 27. Juni: Arbeitsgemeinschaft Tr. Picard, abends 8K Uhr, Gemeindehaus. Mittwoch, 29. Juni: Sitzung des Erziehungs-Ausschusses. Tagesordnung: Sommerprogramm; abends 8% Uhr im Gemeindehaus. Tonnerstag, 30. Juni: Spielabend; Leitung Max Tschornicki, abends 8% Uhr im Gemeindehaus. Pfingstsonntag, 5. Juni: Spiel- und Sportfahrt nach der Aarwiese. Marschzeit 3 Stunden. Treffpunkt Mainz Hbf. 7,50 Uhr. Rückkunft gegen 18 Uhr Fahrgeld RM. 0.50 Führung Paul Wolf. Sonntag, 12. Juni Tagesfahrt: Hohenstein, Holzhausen a. Aar, Strinz-Trinitatis, Limbach, Wallbach, Haubenthal, Ober Auroff, Idstein. Marfchzeit 5 Stunden. Treffpunkt Mainz Hbf. 5,55 Uhr. Rückkunft 19,46 Uhr. Fahrgeld RM. 2.— Führung Willy Kahn. Sonntag, 19. Juni. Tagesfahrt: Bleidenstadt, Hähnchen, Born, Römerberg, Rotenberg, Michelbach, Steinküppel, Aartal, Hohenstein. Marschzeit 5 Stunden. Treffpunkt Mainz Hbf. 7,20 Uhr. Rückkunft 20,36. Fahrgeld RM. 2.— Führung Dr. Süßet. Dienstag, 21. Juni: Liederabend im Freien. Treffpunkt Alicenplatz 8,15 Uhr Abends. Sonntag, 26. Juni. Tagesfahrt: Aßmannshausen, Teufelskädrich, Cammersorst, Lorch. Gelegenheit zur Rückfahrt mit Dampfer. Marschzeit 4 Stunden. Treffpunkt Mainz Hbf. 6,15 Uhr. Rückkunft mit Dampfer gegen 21 Uhr mit Bahn gegen 20 Uhr. Fahrgeld RM. 1.90; für Benutzer des Dampfers RM. 4.30. Führung Paul Wolf. Sonntag, 3. Juli. Tagesfahrt: Oberursel, Rotenborn, Hohe Mark, Buchhorn, Sandplaken, Feldberg, Königstein. Marschzeit 5 Stunden. Treffpunkt Mainz Hbf. 6.30 Uhr. Rückkunft 20 Uhr. Fahrgeld RM. 2.90. Führung Arthur Guttmann. Bund jüdischer Jugend „Kadimah" Mainz Heimabende: Arbeitsplan für Monat Juni 1927. Donnerstag, den 2. Juni: Gemeinsamer Heimabend mit dem Jüdischen Jugendverein, Mainz; Leiter Herr Rabb. Dr. Lern. Thema: Schwooth und Omerzeit. Für Jüngere: Jeden Samstag nachmittag 4X> Uhr Heimabend im Gemeindehaus. Für Aeltere: Jeden Mittwoch abds. 8X> Uhr, Hindenburgplatz 1 Musikalischer Kreis. Jeden Mittwoch nachmittag 4%> Uhr, .Kaiserstraße 26. Fahrten. Sonntag, den 12. Juni: Spielfahrt, Richtung Hubertushütte. Sonntag, den 19. Juni: Treffahrt Kadimah Mainz — deutschjüdischer Wanderbund „Kameraden", Frankfurt a.M., 3. Zug. Sonntag, den 26. Juni: Aelterenfahrt. Richtung Rheingau. rß> «V. Kein Häreßen mehr zu sefien/ / )lj / . Eva-Creme entfernt sie sicher und gefahrlos und zaubert Wohlgeruch auf die Haut, ist also auch der empfindlichsten Dame angenehm. Haben andere Mittel Sie enttäuscht? Dann probieren Sie sofort die Eva-Creme! — Tube 2.50 Mk. in Fachgeschäften. Sonst durch Heil-schnell-Eabrik, Leipzig C 1 7

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