Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 2 (1927)
- Issue
- 2 (2.1927)
- Date
- 1927-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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v jFebruar J927 i des I zU Zj>lz>=*v**v=V>*z>*iV*<^ 12jal)r0.,)Ilr.2 4 •1—.- ^“£RV\ 2j des Landesverbandes der israelitischen > ■■ }:i:ic .. 111 Bieses Blatt erscheint monatlich und geht den Mit-!I! Luschristen: Ifltninj, lhindenburgstrahe sllr. 44 gliedern unentgeltlich >u. » Erscheinungsort Mainz. III schristleitung: Babdiner vr. 8. Leoi, Mainz > --M,irr--— —.... _ Bericht über die Sitzung des Oberrats am 23. Januar 1927. Aiiivescnd: der Verbandsvorsitzendv Kommerzienrat Mayer,Maiitz; die Oberratsmitplieder: Iustizrat Goldschnudt^ Offenbach; RechtsatNvalt Joseph, Tarmftadt trnd Stellvertreter Hachenburger, Darmstadt; Rabbiner Dr. Italiener; 5trämer, Friedberg und Stellvertreter Engel, Friedberg; Rabbiner Dr. Levi; Rvsentyal, Oppenheim und Stellvertreter Oppenheimer, Gau-Bickelheim; Lehrer Simou, Tarmftadt; Stellvertreter <-teru, Alzey; die stellvertretenden Lberratsmitglieder: Goldschmidt , Altenstädt; Tuchler, Alzey; Justizrat Marx, Bingen; Oppenheimer, Fränkisch-Krumbach; Rechtsanwalt Rothenberger, Gießen, sowie Rechtsanwalt Goldschmidt, Worms. Entschuldigt: Rechtsanwalt Dr. Baum, Rabbiner Dr. Dienemaun, Hirsch, Groß-Gerau, Lehrer Kahn, Alsfeld; Kommerzienrat Kroitenberger, Mainz, Dr. med. t4ickelsburg, Worms; Rabbiner Tr. Sander, Gießen; Simon, Bingen und Lehrer Sulzbacher, Groß-Bieberau. 1. Der Herr Vorsitzende begrüßt die Erschienenen und berichtet über das Scheitern der geplanten Reichsverbandsgründung und die nunmehrigen Bestrebungen des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes und die des Bayrischen Landesverbandes. Nach eingehender Aussprache wird einstimmig beschlossen, der Einladung des Bayrischen Verbandes zur Beteiligung an einer zu gründenden Konferenzgemeinschaft von Landesverbänden Folge zu geben. Es wird hierbei als wünschenswert bezeichnet, daß diese Konserenzgemeinschaft zu einer der sämtlichen deutschen Landesverbände auswachse. Zufolge Mehrheitsbeschlusses ist den Reichsministerien des Innern und der Justiz zur Kenntnis zu bringen, daß der diesseitige Verband, wie der Bayrische Landesverband, den D.I.G.B. als Gesamtorganisation der Deutschen Juden nicht anzuerkennen vermag. 2. Herr Oppenheimer, Gau-Bickelheim, wünscht, daß Wallertheim als Sitz eines Lehrers, Schochet und Vorbeters bestimmt werde; einen namhaften Beitrag stellt er hierfür in Aussicht und weist darauf hin, daß Wohnung bereitstehe. 3. Von den Anträgen und Berichten der Schulkommission wird Kenntnis genommen. Auf Grund derselben wird beschlossen: o)Die Mittel des Verbandes in erster Linie für Unterricht und erst in zweiter Linie zur Förderung des gemeindlichen Gottesdienstes zu verwenden. 1>) in Bezirksversammlungen mit den Beteiligten Abgrenzung der Bezirke der Lehrer und Beitragsleistungen zu den Besoldungen der Wanderlehrer zu vereinbaren. <•) Wo Lehrkräfte nicht vorhanden sind, die Neubesetzung von Stellen zu bewirken oder durch den Schulausschuß weitere Wanderlehrer bestellen zu lassen. Es werden bewilligt: ->)Der Gemeinde Glauberg als zinsloses Darlehen, zur Rückzahlung nach 5 Jahren in jährlichen Raten von 30 RM, 230 RM, >') Als eine Remuneration für Unterrichtserteilung RM. 100, v) Zur Verfügung des Schulausschusses für Aufbesserung von Lehrerbesoldungen und als Entgelt für noch zu bestellende Wanderlehrer für die Zeit bis zum 31. März dieses Jahres RM. 4000.- , außer den für diesen Zeitraum bereits bewilligten Gehältern von RM. 1800.—. 4. Zu den Kosten eines Friedhofszaunes in Düdelsheim und den Synagogenrenovationen in Viernheim und Groß-Karben können Beiträge vorläufig nicht geleistet werden. 3. Es werden zur Kenntnis genommen: v) die Beitrittserklärungen der Religionsgemeinden Kleinkrotzenburg, Altenbuseck, Großenbuseck und Reiskirchen. l>) die vorgenommene Verteilung von 1200 RM. Reichsgeldern für das besetzte Gebiet, c) Beschwerde gegen eine Gemeindeverwaltung wegen mißbräuchlicher Benützung ihrer Synagoge. «0 Beschwerde gegen einen Schochet; Prüfung dieser Beschwerde wird in die Wege geleitet. 01326402010200020100