Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 1 (1926)
- Issue
- 3/4 (August/September 1926)
- Date
- 1926-08-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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und Ergebnisse bibelkritischer Abhandlungen heute abgetan sind irnd daß man Israel, dem klassischen Volk des Glaubens, eine seiner Grundlehren, wie eben die vom messianisschen Reich, als originalen Wert und nicht als Lehnwert — zusprechen muß. Wir können uns manche Voraussetzung und Schlußfolgerung des gelehrten Verfassers nicht zu eigen machen, seine Arbeit stellt aber einen erfreulichen Fortschritt auf dem Wege sachlicher Wissenschaftlichkeit dar und kann, besonders unseren jüdisch-theologischen Kreisen, zur Beachtung empfohlen werden. Rothschild, Samson, Lehrer an der Stadtschule zu Worms, „Aus Vergangenheit und Gegenwart der Israelitischen Gemeinde Worms" (I. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M., 1926, 60 Seit, brosch. RM. 2.—). In sechster vermehrter und verbesserter Auflage ist diese Monographie der israelitischen Gemeinde Worms bereits erschienen; ein Beweis, daß in diesem Büchlein nicht trockene Aufzählungen gegeben sind, sondern, daß es durch seine fesselnden Darstellungen einen weiten Kreis von Lesern gefunden hat. Interessante Texte in der Originalfassung und Illustrationen beleben die Darstellung, die angesügten Sagen und Legenden des „Maaseh- Nissim"-Buches, als Dokument krauser volkstümlicher Weltbetrachtung können Jung und Alt fesseln. Das Werk verdient auch in seiner neuen Auflage viele Leser allenthalben, besonders in den Häusern rheinischer Juden. Kuttner, Dr. Bernhard, Jüdische Sagen und Legenden für Jung und Alt. 6. Bändchen. (I. Kauffmann, Verlag, Frankfurt a. M., 1926, 78 S.. geb. RM. 2.—). Der Herausgeber ist dafür bekannt, daß er es versteht, aus dem reichen Schatz jüdischer Sagen und Legenden die geeigneten und wertvollen Stücke zu sammeln und in einer zeitgemäßen Form zu fassen. Fünf Bändchen sind bereits im Laufe der Jahre in die Stuben unserer Jugend gewandert und nun hat Kuttner mit einem sechsten Bändchen seine Sammlung abgeschlossen und hat darin den Sagen und Legenden, welche gleich den früher veröffentlichten die junge Leserwelt fesseln, unterhalten und ihre Phantasie anregen, einige Parabeln beigefiigt, welche durch ihre Gleichnisrede und durch ihre Lehre auf Nachdenken und Lebensgestaltung hinwirken. Die gefällige Ausstattung des Buches, welche der Verlag ihm gegeben hat, fügt sich harmonisch zum Inhalt. Kurz: Kuttners Sammlung ist gekrönt. Dieses Büchlein wird in Schule und Haus Freude bringen. „Magenza" - Buchhdlg. Heidelberger/aßq .11, Mainz empfiehlt sämtliche Ritualien zu den Feiertagen Tallesim in Wolle und Seide. Neuerscheinung: „Gedenkreden über Altrabbiner Dr. S. Salfeld“ Preis 1.50 Mk. Schauchef (geborener Deutscher) der auch den Vorbeterdienst mit übernehmen kann, mit la. Referenzen, 32 Jahre alt, sucht baldigst Wirkungskreis. Angebote an die Schriftleitung des Blattes unter A. S. 26. Kalendarisches. Der erste Tag des Neujahrsfestes fällt in diesem Jahre auf Donnerstag. Der erste Neujahrstag kann nur auf Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag fallen; während er niemals auf Sonntag, Mittwoch oder Freitag fallen kann. Man merkt sich diese kalendarische Regel am besten mit dem Merksatz: t£Wl S ist 1 (der erste Tag der Woche), “] ist 4 (der vierte Tag in der Woche), 1 ist 6 (der sechste Tag in der Woche). Der Satz bedeutet also: „Nie ist Rausch (haschonoh) am 1., 4. oder 6. Tag." Das nunmehr beginnende neue Jahr 5687 ist ein Schaltjahr, bringt uns also zwei M'onate Adar; denn alle Jahre, deren Zahl durch 19 ohne Rest oder mit dem Rest 3, 6, 8, 11, 14 oder 17 teilbar sind, sind Schaltjahre. Unser neues Jahr ist durch 19 mit dem Rest 6 teilbar. Aus dem Talmud: „Die Namen der jüdischen Monate stammen aus Babylonien". (Jerus. Talm. Rausch haschonoh, 1. Abschn. 5). Briefkasten. Kr. und L. O. Soweit wir aus den Veröffentlichungen ersehen können, legt der Bühnenvolksbund, welcher eine Vereinigung zur Theaterpflege im christlich-deutschen Volksgei st darstellt und demnächst seine Rei'chstagung in Mainz abhält, keinen Wert auf Mitarbeit und Förderung von seiten jüdischer Mitbürger. Schiffsbillette nach New York und allen anderen Uebersee-Plätzen sowie Erholungs- und Studien- Reisen erhalten Sie bei entgegenkommender, fachmännischer Bedienung durch Passagebüro Otto Hirsch in Mainz , Stiftstraße 12 i. Fa. GEORGE HIRSCH Tel. 2 u. 63a . Frau Löwenstein Mainz, Bahnhofstr. 13, i. Stock Aeltestes, größtes und leistungsfähigstes Etagengeschäft am Platze. FeineHerren-u.Knaben-Kleidung k fertig und nach Maß. |B Meine Spezialität: Nerrerc-j.Damen-Stoffe von den billigsten bis zu den feinsten reinwollenen Qualitäten. 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