Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Journal
- Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens
- Volume
- 1 (1926)
- Issue
- 1 (6.1926)
- Date
- 1926-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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| I.Mrg.M.I. |? Juni )926 ä •tr tIItJStJ»“??« - ■ ■ des Landesverbandes der israeliMen ^''5" "5. &=- - -gDImC . . "^ ©iefcs Ifllntt erscheint monatlich und geht den Mit- Jll Zuschriften: (Illnini, Üjindenburgstrahe ßtr. 44 gliedern unentgeltlich zu. » Erscheinungsort Maini. II schristleitung: lHabbiner vr. 8. Levi, Mainj 4- M -Sin Sie hessischen Juden! iermit erscheint die erste Nummer eines Mitteilungsblattes, das Eute eigensten Angelegenheiten betrifft. Der Landesverband der israelitischen Religionsgemeinden Hessens, dessen Begründung seit langem vielseitig g e - wünscht und wiederholt vergeblich versucht worden war, ist endA^Pzustande gekommen upd hat seine Arbeit ^begonnen. ' 3 {c l und Weg dieses Verbandes wird jedem klar, der die umu» cwgedruckte V e r f a s f u n g des Verbandes aufmerksam liest; das rege Interesse für Mitarbeit an dem Befände, dem schon mehr als drei Viertel der hessischen Iudenheit angeschlossen sind, erhellt aus dem in dieser Rumr. er gleichfalls veröffentlichten Bericht über den ersten Gemeindetag, welcher am 2. Mai dieses Jahres in Mainz stattgefunden hat. Einladungen zu diesem Gemeindetag und Aufforderungen zum Beitritt in den Landesverband waren an sämtliche israelitischen Religionsgemeinden Hessens ergangen; wenn eine unbeträchtliche Minderheit von Gemeinden dem Verbände noch nicht beigetreten ist, so hat dies seinen Grund darin, daß diese Gemeinden entweder ganz unbegründete Furcht vor Eingriffen in ihr religiöses oder finanzielles Selbstbestimmungsrecht hatten oder daß sie in völliger Verkennung der Bedeutung unseres Verbandes glaubten, eine solche Organisation für sich nicht nötig zu haben. Es find auch Fälle bekannt geworden, in welchen erste Vorsteher sich für berechtigt hielten, ihrer Gemeinde von den Einladungen und Aufforderungen zum Beitritt überhaupt keine Kenntnis zu geben und den so notwendigen Zusammenschluß der hessischen israelitischen Religionsgemeinden eigenmächtig und stillschweigend abzulehnen. Wir können diesen Gemeinden nur den dringlichsten Rat geben, in ihrem eigensten Interesse m ö g l i ch st bald ihren Beitritt zu erklären. Diejenigen Gemeinden, welche heute noch in dem Bewußtsein ihrer eigenen Kraft und der finanziellen Selbständigkeit sich ablehnend verhalten, weisen wir daraus hin, daß in den letzten Jahren wiederholt Landgemeinden durch den Wegzug oder Tod einiger weniger steuerkräftiger Gemeindemitglieder völlig zusammengesunken sind; das Schicksal des Zusammenbruchs kann heutzutage jedeLandgemeindeinganzkurzerZeit treffen. Wenn wir nun dieses Mitteilungsblatt an die jüdischen Familien Hessens hinaussenden, so verfolgen wir damit die Absicht, über die Aufgaben und Arbeiten des Landesverbandes Rechenschaft zu geben; darüber hinaus aber wollen wir durch dieses Blatt, welches allmonatlich erscheinen soll, das jüdische Wissen mehren, jüdisches F ü h l en wecken, das jüdische Gewissen stärken, jüdische T a t beleben. Die religiösen und geistig-sittlichen Kräfte der hessischen Iudenheit rufen wir auf zu williger Mitarbeit am Wohle der Gesamtheit! 01326402010200020100