Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 132)
- Language
- German
- Belongs to
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292 das zu gleicher Zeit, wie der Talmud sagt, drei Leute tödtet, den Verleumder, den Verleumdeten, und denjenigen, der die Lüge anhört. Scheiden wir dieses Gift aus dem Körper des deutschen Reiches; wie uns auch die Meinungen trennen, vergessen wir nicht, daß wir Brüder sind; weil die Verleumdung waltete, konnten die Israeliten anfangs den Tempel nicht bauen; aus dem gleichen Grunde werden wir unserer Siege, nuferer Einheit nicht froh, können wir den heiligen Dom nicht aufrichten. Möge die Erinnerung an das auf den Schlachtfeldern geflossene Blut, welche der Sedantag wach ruft, die Parteien versöhnen, möge es unserem Kaiser beschieden sein, sein Scepter zu halten nicht nur über ein gegen den äußern Feind geeintes Reich, sondern auch über ein versöhntes und in sich geeintes Volk; auch unserer Gemeinde möge ihr kostbarstes Kleinod, der Friede erhalten bleiben und keine Neuerung Eingang ftnden, da diese die Gemeinde spaltet, die das einende Band zerreißt. Einheit und Frieden, darum bitten wir für das große Vaterland, für unsere engere Genossenschaft. Sende uns Allgütiger ״ משמיע שלום מבשר טוב משמיע ישועהden Fried e n sboten, denSegenskünder, denEngel des Heils!" Amen XVIII. Festrede zur Aeier des 25jästrigen Megierungs-Iuöikäurns Sr. Majestät des Kaisers Iranz Josef I. Von Rabbiner I)r. Nathan Grün. ״Ewiger, deiner Macht freut sich der König, und ob dei-‘ ner Hilfe, wie frohlockte er so sehr!" (Ps, 21,2) G. Festvers.! Mit diesem Verse beginnt das Lied, welches zu Ehren des größten und mächtigsten Königs in Israel gesungen wurde. Das mit seinem Könige durch das Band