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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 3 (1878) · p. Seite 254

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
3 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 254 (sequence 94)
Language
German
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254 zieher, die Einrichtung der Lehrhäuser und Bildungsanstalten aus! — Auch die Erlebnisse und Erfahrungen des Jünglings und der Jungsrau graben sich mit unauslöschlichen Zügen in Herz und Seele derselben ein, und üben ans beide, je nach ihrem Inhalte, einen läuternden und veredelnden, oder trübenden und zerstörenden Einfluß aus. So sind es demnach gar viele und verschiedenartige Momente, von denen hier nur einige wenige genannt worden, die zu der Art und Weise, zu dem höheren oder nieder» Grade der Herzens- und Seelenbi düng ihr Scherflein beitragen, die edle Entwickelung beider in gedeihlicher Weise fürdern, die besseren und lauteren Tnebe in der Menschenbrust wecken und bckeben, oder sie umgekehrt in ihren zartesten Keimen für immer ersticken, und die verderblichsten Gebrechen und Laster, die Gefühle des Hasses und der Bosheit, d s Neides und der Mißgunst, der Kälte und der Lieblosigkeit, der Ungenügsamkeit und Unzufriedenheit und ähnlicher mehr nähreu und großziehen. Und wie die Mutter Erde aus ihrem einen Theile die herrlichste Pflanzenwelt hervortreibt, mit ihrem reichsten Segen Jeden bedenkt, der ihre Kraft in fleißiger, arbeitsamer Weise in Anspruch nimmt, auf einem anderen Theile hingegen den Schweiß und die Mühsal des Menschen nur in geringem Maße lohnt, und ihr Aussehen stets dem eines Mannes gleicht, der sich niemals guter und glücklicher Tage zu erfreuen hatte, bei dessen ersten Anblick schon man seinen bedauerlichen Mangel an voller Kraft und Gesundheit deutlich erkennt; wie diese Mutter Erde an dem einen Punkte die köstlichsten und schmackhaftesten Früchte in unendlich reicher Fülle zu Tage fördert, während sie an einem anderen nur Unreifes und Unvollkommenes zu zeitigen vermag: ganz so ist das Menschen Herz ein Boden, der süße und wohlschmeckende, wie widerliche und ungenießbare Früchte zur Reife bringt. Sind es aber bei der Erde das milde Klitna, der ewig heitere Himmel, die wo sie vorhattden, dieselbe zu einem wohligen und erquickenden Ausenhalte machen, Segen und Fülle, Schöttheit und Pracht an allen Seiten und

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