Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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171 gion ist noch weniger gewürdigt, vielfach noch gar nicht anerkannt, und darum desto wichtiger einer eingehenden Betrachtung unterworfen zu werden. Den Anlaß bietet uns unser heiliges Fest, das mit seinem vierfachen Pflanzenstrauße, der dennoch zu einer geschlossenen Einheit verbunden ist, Lob und Preis bem Schöpfer der geeinten Schöpfung spenden will Unsere Lehrer rühmen von diesem Feststrauße große und bedeutungsvolle Dinge und sagen, daß er mit seiner vierfachen Verschiedenheit und seiner Einheit an den Menschen selbst erinnere; daß wie dieser Srauß zum Lobe des einzigen Gottes nach allen vier Richtungen sich wende, so auch der ganze Mensch Gottes Preis verkünden müsse כל עצמותיי תאמרנה •י״י מי כמיף לא נאמר פסוק זה אלא בשביל לולב ׳שדרה של לולב דומה לשדרה של אדם ׳וההדס דומה לעין ׳והערבה דומה לפה ׳והאתרוג דומה ללב-אמר דוד אין בכל האיברים גדולים מאלו שהן שקולין כנגד כל הגוף הוי כל עצמותי תאמרנה ״Alle meine Gebeine sprechen: Ewiger, wer ist wie du." Dieser Satz findet seine volle Anwendung auf den Feststrauß, denn die Palme desselben gleicht dem Rückgrat des Menschen, die Myrthe dem Auge, die Weide dem Munde, der Eßrog dem Herzen; David meinte, es giebt unter allen Gliedern keine wichtigeren als diese, sie fiub das Wesentliche des ganzen Körpers und so sagte David an den Feststrauß denkend: Alle meine Gebeine sprachen: ״O Gott, wer ist wie du." Laßt uns, meine Theuren, diese Worte unserer Lehrer eingehender besprechen und schöne und gehaltvolle Lehren aus ihnen schöpfen, der Allgütige gebe uns dazu seine Kraft. A 11t e jt! I. Zuerst sprechen unsere Weisen in ihrem Vergleiche des Feststraußes mit dem menschlichen Körper von dem Lulab, daß er dem Rückgrat gleiche. Wenn wir den Feststranß vor uns Hinhalten und anschauen, so ist es auch der Lulaw, der uns am meisten in die Augen fällt durch seinen schlanken Wuchs, durch seinen festen Bau. Wenn wir aber den Strauß