Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 4 (1878)
- Issue
- 3 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/9616701-9619793-9619958--1270-9619964- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
166 ״ תשבוIn Hütten sollt ihr wohnen!" צא מדירת קבע ושב ״ בדירת עראיziehe hinaus aus deiner festgezinunerten Wohnung und begieb dich in die einfache, leichtgesügte Hütte, die jeder leise Windeshauch zwar erzittern machen kann, durch deren lustige Decke aber die freundlichen Sterne durchschimmern, deinen Blick zu dem hinauflenkend, der über ihnen thront, aus dessen Hand, u. nicht aus der des Glückes, — du alle deine Güter empfängst. In diesem Sinne erzählen unsere Weisen, daß der Herr zu dem Ungläubigen spricht:.מצוה קטנה יש לי ובובר ״ שמה לכו זעשו אותהEin scheinbar geringfügiges Gebot habe ich in meinem großen Hausschatz, es heißt Succa, gehet, befolget es. Siegingen hin u. baueten sich Jeder eine Hütte. Aber ״ כשהוציא ה' המה מנרתקה מיד בעטוals der Herr, die Sonne (des Glückes) heiß ihnen scheinen ließ — da verließen sie dieSucca und verwarfen diesesGebot." So ist das Succagebot der Prüfstein, ein Kriterium, ob wir würdig sind des Glückes, das der Herr uns spendet, ob wir es aufzunehmen vermögen im rechten Single, demüthig, dankbar, uns selbst immer wieder richtend, uns selbst es immer zurufend, daß alle diese Güter vergängliche, u. allzu wandelbare Kinder des Glücks sind — למה כקרא שמם ככפים שהם נבסיץ מזה ונגלין לזה. So ist Succa das Gebot, das hier so sehr vernachlässigt wird, ein Beweis, ob wir das rechte Gottvertrauen auch besitzen, ob wir auch im Stande sind, bei allen Hemmnissen und Widerwärtigkeiten des täglichen Lebens auszuharren. Aber selbst dieser schöne, heitere, vertrauensvolle Lebensgenuß ist es noch immer nicht, was unser Fest unter dem Gebote ״du sollst dich freuen vor Gott", unter Freude im höchsten Sinne versteht. Alle diese einzelnen, vorübergehenden, aus glücklichen, äußern Verhältnissen ihre Nahrung ziehenden Freuden, sie sollen sich befestigen und gleichsam sich sanuueln zur Freudigkeit, die da ist eine unvecgünglicheStimurung unserer Seele, ein nimmer versiegender Sprudel, der des äußern Glückes nicht mehr bedarf, vielmehr noch das Unglück mit den: Schmucke der Heiterkeit umkränzt. Diese Freudigkeit im Berufe bei allen Hemmnissen und Widerwärtigkeiten