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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 2 (1878) · p. Seite 105

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
2 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 105 (sequence 25)
Language
German
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des religiösen Lebens bringen, und-im Laufe der kommenden Woche wird uns Gelegenheit zur Erfüllung eines Gebotes, die wir schon darum nicht versäumen dürfen, weil fast ein Menschenalter dahin gehen wird, ehe der Zeitpunkt nach der Ordnung des jüdischen Kalenders wiedererscheint Und die Erfüllung dieser so seltenen Mizwah stellt an uns keinerlei Ansprüche an Mühe, an Zeit oder sonstigem Aufwand, sie ist auch mit keiner besonderen Ceremonie oder gar mit angenfälligem Prunk verbunden. Eben darunr werden diejenigen, welche es schon einmal, und die sehr Wenigen, welche es schon zweimal so erlebt haben, sich dessen zumeist kaum erinnern: diejenigen aber, welche jetzt in reifem Alter stehen, mögen es Gott anheim stellen, ob sie den Tag noch einmal schauen werden; über viele, sehr viele wird man bei seiner Wiederkehr schon das Jiskor sprechen, und der Bestand unserer Gemeinde und der Besucher unsres Gotteshauses wird ein ganz anderer sein. Dieses Jahr 5629 ist nämlich das erste in einem neuen Sonnencyclus, .מחזור גדול של חמד, und am nächsten Mittwoch findet in den Morgenstunden קידוש חחמח statt, d. h. es soll der Israelit den Segen über das Sonnenlicht sprechen; eine ברכה, die nur einmal in je 28 Jahren also ge sprochen wird. Was für eine Bewandtniß hat es damit? Die Zeitabschnitte, nach denen wir unfern Lebensgang messen, sind bestimmt durch den Lauf der Gestirne, von denen es in der Schöpfungsgeschichte heißt, daß sie ״zu Zeichen und zu Zeiten, und zu Tagen und Jahren sein sollen." Nach dem Auf- und Untergange der Sonne, nach der Unidrehung der Erde, zählen wir die Tage; nach des Mondes Wechsel die Monate, חדשים; nach dem Kreisgange der Sonne durch die Himmelszeichen bestimmen sich die vier Jahreszeiten, ihre Anfangspunkte, תקופות, und ihre Summe, das Jahr. Aber diese drei Stufen der Zeit-Eintheilung: Tag, Monat, Jahr, ergeben in ihrem Verhältniß zu einander nicht einfache ganze Zahlen; Monat und Jahr runden sich nicht nach ganzen Ta-

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