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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 36

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
1 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 36 (sequence 38)
Language
German
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36 zur Demuth", die ohne Qual, sondern voller Freude ist. Erhebe dich, mein theurer Bruder, und fasse neuen Muth, sammle neue Kraft und jauchze deinem Gotte zu, er wird dich erheden, er g ed enkt deiner Noth und führt dich zu neuem Glücke, du kannst ja zu ihm dich wenden, er erbarmt sich deiner in Liebe, feire neue Lust, neue Wonne, deine Qual war ja nur dein Wahn, deine Erkenntniß ist ja schon deine Heilung, dein Schmerz hat dich geläutert und dich befreit, nun bist du bei deinem Gotte und er bei dir. Darum lasse neuen Ton zum Himmel klingen, den ״schmetternden" Ton der תרועה, der ״ תרועת מלךder Lust an Gott," den du wiedergefunden, den Gott, der auf dein “״ יכרוo gedenke!" mit dem seinen antwortet und dich wieder ausgenommen in den Bund deiner Liebe. Denn wenn du schlaff bliebest, würdest du da besser, wenn du dich schämst, gesündigt zu haben, wirst du dich nicht schämen, sündig zu bleiben? Wohlan denn, juble als Neugeretteter zu Gott empor. III. M. Th.! Wer einen Sieg errungen, muß ihn auch zu riutzen verstehen, seine Erfolge sichern, damit er nicht neuen Kampf um bereits Erobertes zu kämpfen habe. Du hast dich zur 1ז£11־תרועה; erhoben, du hast dich mit deinen! Gotte geeint und neue Lust zu neuem Leben, zu gottgeweihtem, errungen. Was thust du nun? Was anders kann es sein, als wiederum nur Einem dich zu weihen, dem einen Gottesgesetze, — dein gebrochenes Herz wieder zu einen, zu verbinden, alle deine Kräfte zu einen! Werke zu sammeln, zu den! Werke der besonnenen Ruhe, der Selbstüberwindung, der dauernden, ungestörten Bethätigung des göttlichen Willens. Was anders kann es sein, als daß du eintrittst in die Hallen, allwo die Sinai stimmen schallen, als daß du den Schofarton vom Horeb in dein Herz dringen läßt und bedenkest, daß sein Hauch der der Freiheit ist, der Freiheit von Menschengewalt, von Erdenfesseln, der Hauch der Lieb eist, der die Menschen zu Brüdern macht und ihre Hände zu einem Friedensbunde der geweihten Arbeit in

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