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Israelitisches Predigt-Magazin · 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
4 (1878)
Issue
1 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 24 (sequence 26)
Language
German
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24 ״ לראות טובEr liebt deine Tage, weil er das Gute, was du übest, gerne sieht." Wünschest du und erstehest du Gesundheit von Gott, so untergrabe sie nicht selber durch unnatürliche, verkünstelte Bedürfnisse, durch das aufreibende Fieber eines unausgesetzten GefühLStaumels! Flehest du zu Gott um Ruhe und Frieden, so häufe nicht selber unzählige Sorgen auf dich durch übermäßige Lebensansprüche, durch unerschwinglichen Aufwand! Bereite dir nicht allein die ärgsten Verlegenheiten, die peinlichsten Bedrängnisse durch das Streben nach Großem, dem du nicht gewachsen bist, durch Pläne und Unternehmungen, deren Wucht dich erdrücken muß. ואתה תבקש לך גדלות אל תבקש (Jer. 45, 5) damit mch; der beste Wunsch, den man euch ertheile, lauten müsse: ״Gott schütze euch vor euch selber, Gott rette euch vor eurem selbstgeschaffenen Kummer! damit es nicht von euch heiße: אולת ״ אדם תסלף דרכו ועל ה׳ יזעף לבוDie eigene Thorheit verdreht und verkrümmt dem Menschen seinen Weg, und gegen Gott zürnt dar ob sein Herz." (Spr. 19,3.) Wünschet nicht von Gott das Ungerechte und Schlechte, nicht was schädlich für euch, verderblich für Andere sein kann, schwächet eure Krait nicht in Wünschen ab, wo ihr wollen könnt, gewährt euch selber die Bitten und Gebete, die ihr an Gott richtet, und hütet euch vollends davor, Euren frommen Wünschen durch Euer eigenes Sinnen und Thun entgegeuzuwirken. Daran mahnt uns das Vorbilv der wackern Channah, von der die heutige Haftarah uns berichtet. Als sie ihren Sohn Samuel in's Gotteshaus nach Schiloh führte, da sprach sie die denkwürdigen Worten: ״Um diesen habe ich zu Gott gefleht; weil nun Gott mir den Wunsch gewährt, den ich von ihm begehrt, so will ich dafür das Gewährte Gott weihen." ויתן הי לי את שאלתי אשר שאלתי מעמו וגם אנבי השאלתיהו לה׳ Das soll uns bei allen Gebeten leiten. Wie Channah sollen wir den Vorsatz fassen: Was Gott uns gewährt, das wollen wir zu gottgefälligen Zwecken verwenden, in gottgefälliger Weise gebrauchen. Wenn wir den Gedanken jedem Gebete zum Begleiter geben, dann haben wir unsern Wünschen den besten

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