Mannheim
Compact Memory

Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-06-01 · 9-10 (6.1875) Juni-Juli · p. Seite 227

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
1 (1874-1875)
Issue
9-10 (6.1875) Juni-Juli
Date
1875-06-01
Page
Seite 227 (sequence 27)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9616701-9619452-9619685--0261-9619712
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

—227 wußtfein unserer gerechten Sache warm im Herzen, das wird uns den nöthigen Muth verleihen zum Kampfe mit Amalek, an diesem Panzer werden feine Pfeile wirkungslos abgleiten, wird sein Stachel endlich stumpf werden. 1t סבוני כדבורים. מה עסקה של דבורה ״ עקצת לאדם ומתה כך עשו הםMögen die Feinde uns umschwärmen wie Bienen; die Bienen büßen ihren ׳Stich mit dem Tode, so werden auch jene der Vernichtung nicht entrinnen." Tragen wir unser Recht im Herzen, bewahren wir uns dafür die Wärme und Begeisterung un!erer Väter, treten wir jeder Lüge, die Amalek gegen uns ersonnen, mit unserer Wahrhaftigkeit, jeder Hinterlist, die er gegen uns erdacht, mit uiifcver Offenheit, jedem bösen Anschlag, den er im Verborgenen gegen uns geplant, mit unserer Geradheit ent-׳ gegen, dann kann der endliche Sieg unteres Rechts nickt ausbleiben, dann wird Aniatek zu Schanden werden und seine hochtönende Sprache ungehört verhallen in der Strömung einer bessern Zeit. II. ״Aharon trage das Recht u. s. w." Aharon, das Vorbild der Gemeinde, trage das Recht Israels auf feinem Herzen vor Gott- Kampf für das Recht vor Gott, das ist eine zweite Seite, nach welcher wir unser Texteswort betrachten können. Treten wir mit dem vollen Bewußtsein in den Kampf, daß wir im Aufträge und Dienste Gottes dem von ihm geheiligten Rechte Geltung und Anerkennung zu verschaffen haben auf Erden, lassen wir uns von dem Gedanken erfüllen, d«1ß jede Fußbreite, die wir auf dem Gebiete des Rechts unfern Gegnern abringen, unserem hohen Berufe als Israeliten, den erhabenen Lehren unserer Religion, zugute kommen müsse. Dank der allgütigen Vorsehung, welche die Herzen der Völker zu milderer Sinnesart, zu gerechterer Beurtheilung umstimmte, ist Israel in heutiger Zeit der Kampf leichter gemacht, als in früheren Tagen. Niedergefallen sind die Bollwerke, welche es zu trauriger Vereinsamung verurtheilt, weit haben sich vor ihm aufgethan die Pforten der Freiheit, tausendfach erscholl auch ihm der Weckruf, welcher es Zum gemeinsamen Fleiße, zur gemeinsamen Arbeit mit den andern Völkern in den großen Werkstätten des Lebens einlud, Und Israel ist diesem Rufe freudig gefolgt; eine kurze Spanne Zeit, seit die Fesseln von feinen Armen sich gelöst, hat hingereicht, um all' die Vorwürfe und Anklagen böser, verleumderischer Zungen, welche bald an Israels Bürgertreue, bald an feinem sittlichen Gehalte, bald an seiner geistigen Befähigung zu zweifeln sich vermaßen, um dieses Lug- und Truggewebe böswilliger Verleumdung in seiner 14* Israelitisches Predigt-Magazin. Juni, Juli 1875.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.