Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 1 (1874-1875)
- Issue
- 7-8 (4.1875)
- Date
- 1875-04-01
- Page
- Seite 188 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/9616701-9619452-9619636--0217-9619668- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
188 sein werde zwischen den Nationen, damit die stärkere herrsche, Krieg zwischen den Glaubensparteien, bis eine alle andern unterdrückt haben werde, wie die Einen hoffen, oder bis sie alle einander aufgerieben und vernichtet haben werden, wie Andere höhnisch wünschen? Nun, man hat schon Vieles verlacht, was unsre heilige Schrift verkündet; die Ansichten der Menschen sind wandelbar, die Wahrheit aber, die von Gott stammt, bleibt. Israel ist alt genug geworden, um auf jugendliche Tagesweisheit, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wechselt und von Gegensatz zu Gegensatz umspringt, mitleidig hinzuschauen. Die Zeit wird doch kommen, da aus den Gotteshäusern allen eine Lehre ertönen wird und eine Mahnung, die des letzten der Propheten: ״Haben wir nicht alle einen Vater, hat nicht Ein Gott uns erschaffen; warum sollten wir treulos handeln Einer wider den Andern, entweihen den Bund unsrer Väter,7)?" Wir halten fest an dem Worte, mit dem wir jeden Gottesdienst schließen: ״Der Herr wird König sein über die ganze Erde, an demselben Tage wird der Ewige einzig sein und sein Name einzig")" — und an der Endbitte aller unsrer Gebete: ״Der Frieden schafft in seinen Himmelshöhen, der schaffe Frieden uns und seinen Kindern allen!" Amen! *') Mal. 2, 10. 18) Sachar. 14, 9