Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 1 (1874-1875)
- Issue
- 4-5 (1.1875) Januar-Februar
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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ז11 r>^r erklärendes Sinnbild, — also trage und empfinde in seinem Herzen auch jeder Führer das Wohl und Wehe all' derer, die sich seiner Leitung anvertraut haben. Und mit solchen Anschauungen, solchen Sinnes trete auch ich Euch allen, allen entgegen. Stets sollen die Thüren meines Hauses weit geöffnet sein, und so Einer bedürftig ist des Trostes, der komme zu mir, und wo Einer gequält wird von Zweifeln, er komme zu mir, vereint wollen wir dann uns stärken, erheben und wiederbeleben an jenem alten, immer frisch sprudelnden Gottesquell. Und wo Einer von des Lebens Sorgen und Lasten erdrückt, der Stütze, des Raches bedarf, eins soll, eins wird er stets bei mir finden, den festen, redlichen Willen zu helfen. — Und mangelt mir auch noch die reiche Erfahrung, die tiefe Einsicht, ich will bestrebt sein, sie zu ersetzen durch das empfänglichere, mitleidsvollere Herz der Jugend. Reich beglückt werde ich dann sein von Eurem Vertrauen, beglückt sein von dem schönen Bewußtsein, ein Diener des Herrn zu sein nach seinem Wort und nach seinem Geheiß. III. ״ וגם תשמר את חצריוכרUnd so du auch hütest meine Vorhöfe, will ich dir Zugang verschaffen zu all denen, die hier vor dir stehn." Welches aber sind diese Vorhöfe? — Nun, m. a. Z., dort, wo herangebildet werden sollen die jungen Sprößlinge, die Zukunft Israels, im Glauben ihrer Väter, nichts Anderes, nichts Geringeres als das Lehr - und Schul Haus; sie allein sind die Vorhallen zum Gotteshause! Denn was nützet, was frommet ein Gotteshaus, so Gott und seine wunderbaren Werke nicht bekannt sind? was der schönste, herrlichste Bau ohne Erbauung und Andacht? Und wo anders kann die Grundlage zu all' diesem gelegt werden als eben ^im Lehrhause? Von ihm besonders hängt das Wohl und Gedeihen jener Liebespfänder ab, welche Euch der Herr anvertraut hat, auf daß Ihr sie wie Euren Augapfel sorgsam wahret dor Vergehn und Fall. Ja, auf dem Lehrhause allein beruht der Bestand der Religion! — Sinnreich erzählen unseres alten Weisen: ״Als Gott das Gesetz Israel übergeben wollte, da sprach er: Stellet mir Bürgen, daß Ihr dasselbe alle Zeit treulich halten werdet." ״Wohlan, so mögen unsre Ahnen Bürgen uns sein." ״Jene genügen mir nicht, ward ihnen die Antwort, war doch an allen ein Fehl.... ״Nun, dann mögen die P r o p h e t e n für uns bürgen." ״Auch die bieten mir ׳ kein Gewähr... ״Dann laß, o Herr, unsere Kinder Bürgen sein." ״Diese sind mir genehm, jenen Unschuldigen traue ich mein heiliges Wort eil! Z