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Israelitisches Predigt-Magazin · 1894-01-01 · 1894 · p. Seite 139

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
12 (1894)
Issue
1894
Date
1894-01-01
Page
Seite 139 (sequence 145)
Language
German
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139 immer herrlicher die glänzenden Gaben seines Geistes und seines Herzens hierorts entfaltet hat, war groß an Gnaden für den Trefflichen, der ein unendliches Glück in der Erfüllung seines Berufes findet; aber, sagt Salomo, wenn es den Gerechten gut geht, jauchzet die Stadt; die ganze Gemeinde fühlt den Segen, daß ein Mann, den die Kraft seines Urtheils und die Kraft seines Charakters für den größten Wirkungskreis befähigt, in ihr lebt, in ihr seines heiligen Amtes waltet. Und der Jubel bleibt nicht eingeschränkt auf diese Stadt; nach vielen Orten hat sein Beruf den verehrten Mann geführt und überall, wo sein liebliches und erbauliches Wort ertönte, hat er sich dauernd die Gemüther gewonnen. Wenn die Kunde von diesem Feste über's Meer dringen wird, auch dort jenseits des Meeres wird die Freude einen Widerhall finden, denn manche leben dort, die von diesem Mann empfangen haben, das Brod des Lebens, die durch seine Treue die Speise des Körpers und die Speise der Seele empfangen haben, die es ihm zumeist danken, daß sie eine achtbare Lebensstellung einnehmen. Und vielleicht am wärmsten keimt das Dankeswort aus dem Herzen seiner Berufsgenossen; durch seine Schriften, durch seine ausgezeichnete Amtsführung ist er ein .Mora Morenu, ein Lehrer der Lehrer, Israels geworden. Jeder jüdische Theologe in deutschen Landen, dem die Ehre seines Berufes am Herzen liegt, freut sich, daß der deutsche Rabbinerstand einen solchen Mann in seiner Mitte hat, freut sich um so inniger, als ihm im Laufe der Jahre die Schwingen nur gewachsen sind und er zu immer höheren Zielen seinen Flug nimmt. Jüngst am Sabbat hörten wir das Wort, das Gott an seinen Propheten richtete: ״Ich legte meine Worte in Deinen Mund, und im Schatten meiner Hand habe ich Dich geborgen, einen Himmel zu pflanzen, und eine Erde zu gründen, und zu Zijon zu reden: Du bist mein!" Es ist kein übertreibendes Lob, wenn wir diesen Satz,

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