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Israelitisches Predigt-Magazin · 1894-01-01 · 1894 · p. Seite 126

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
12 (1894)
Issue
1894
Date
1894-01-01
Page
Seite 126 (sequence 132)
Language
German
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126 ün den Gellschöpfer in sich schließt, folglich die Leugnung des einen die des andern nothwendigerweise bedingt, daher ferner das Sabbathgebot mit seiner human-rationellen Begründung an das Individuum, mit seiner geschichtlichnationalen Motivirung an die Jsraeliten sich gleichmäßig wendet (vgl. Exod. XX, 11 und Deut. V. 15)? Sollteich den als Bundeszeichen;wischen Gott und Israel cingesetzten Sabbath historisch betrachten und, die Leidensgeschichte unseres Volkes von Antiochus Epiphanes und Hadrian bis auf Czar Alexander III. vorführend, das psychologisch so treffliche Wert der Alten (Mechilta Ende Ki Tissa) erhärten, daß Jsrael's Erhaltung bis zum heutigen Tage und für die Folgezeit nur deshalb verbrieft ist, weil dieses Israel für die Heiligthümer des Sabbath. des Thorastudiums und des abrahamitischen Bundes ein Märtyrerthum bestanden? Oder sollte ich etwa exegetisch und Herme neu tisch die auf den Sabbath bezüglichen Mahnungen, welche in der heiligen Schrift mehr denn in Hundert Wendungen variiren, behandeln, nicht zu gedenkeu der halachisch-haggadischen Interpretation, welche Hunderte von Folianten füllen? Ties Alles kann ich heute kaum nur andeutcn. Ich widerstehe sogar der Lockung, den Sabbath von der herzgewinnenden poetischen Seite zu schildern, obgleich ich gerne das farbenstrotzcnde Bild des Trödeljuden aus der Ghettozeit — oh. daß wir auf diese Zeit zurückgreifen müssen für die Füllung unseres Gemäldes! — für einen Augenblick Euch vorführen wollte, wie dieser ״Wurm Jacobs" sich sechs Tage treten ließ, um mit dem Eingang des Sabbath zu einer Neuschöpfung entzaubert zu werden. Den Ranzen abwerfend, festlich gekleidet, eilt er elastischen Schrittes seiner ״Schule" zu. Nachdem er der ״Sabbathbraut" gehuldigt, begiebt er sich unter unsichtbarer Begleitung zweier Engel — ״Sochaur" und ״Schomaur" genannt — in seine von Außen geschwärzte, im Innern aber lichte Wohnung. Die am Weinstock emporrankenden ״Schößlinge", die von der!

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