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Israelitisches Predigt-Magazin · 1894-01-01 · 1894 · p. Seite 117

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
12 (1894)
Issue
1894
Date
1894-01-01
Page
Seite 117 (sequence 123)
Language
German
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117 wurden; wenn ihn die Angst peinigt, daß das Wohlbefinden seiner Lieben eben so zufällig dahinschwinden könne, wie es auch nur zufällig aufblühete?! Und wie niederbeugend, m. a. Z., würde endlich für den denkenden und sich bildenden Menschen, der durch die Weltgeschichte die stufenweise Fortschreitung des Menschengeschlechts in Wissenschaft, Kunst und Sitte erkennen will, der Zweifel oder auch nur der nicht klare Begriff von der Unendlichkeit eines alles zur Vollkommenheit hinlenkenden höchsten Wesens sein! Wie drückend wäre es für den menschenliebenden Sterblichen, wenn seine Wohlthaten, die zwar an und für sich schon ein angenehmes Gefühl erzeugen, nicht noch zum höheren Wonnengefühl, auch von einem allgütigen, das Gute belohnenden, Wesen in Betrachtung gezogen und nach ihrem vollen Werthe ermessen würden! Aber durch den Glauben an die Leitung eines unsichtbaren Geistes, mit der größten Weisheit, durch den Glauben an sein ewiges Sein, durch den Glauben an dessen besondere Aufmerksamkeit wird dem Menschen seine Würde und hohe Stellung ein Geschenk der Gottheit; der Besitz seines Vermögens, zur Erwerbung der Lebensbedürfnisse für sich und Andere, eine Gabe des Herrn; die Gesundheit und Fröhlichkeit seiner Familie eine Gnade des Allmächtigen: ein Geschenk, eine Gabe, eine Gnade, welche demnach nur erst wieder mit Hinwegnahme dieser allerhöchsten Liebe entfernt werden. Durch diesen Glauben erspäht der gebildete Forschende in dem Untergange und dem Austreten verschiedener Nationen in der Weltgeschichte,indenHeldenthatenund Geisteskräften großerMänner eine waltende Hand, die durch Verschiedenheit der Erzeugnisse die Welt auch auf dem Standpunkt der moralischen und wissenschaftlichen Vollkommenheiten zu bringen beabsichtigt: durch diesen Glauben strebt der Mensch mit möglichster Mühe, jede Anstrengung nicht berücksichtigend, Wohlthaten zu erweisen, weil sie von der Gottheit geschauet und gelobt werden. Dieser Theil des Glaubens, in Beziehung auf die Gottheit, verursacht daher auf mannigfache Weise die Freude

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