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Israelitisches Predigt-Magazin · 1894-01-01 · 1894 · p. Seite 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
12 (1894)
Issue
1894
Date
1894-01-01
Page
Seite 27 (sequence 33)
Language
German
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I! U 27 es in unserem Gebet, gerade der Mangel an Verdiensten sei Grund der göttlichen Barmherzigkeit. M. A.! Des heiligen Versöhnungstages Forderung ist die Rückkehr des Verirrten zur Tugend; dieser Rückkehr einzige Vorbedinung ist die Erkenntnis des Gebrechens, klare unbestechliche und deutliche Einsicht, an welche wunde und krankhafte Stelle der Seele die heilende, bessernde Hand zu legen ist. Der Anregungen für diese grundlegende Erkenntnis entbält der Tag so viele, sei es, daß Du Dein eigenes Leben prüfend an Deinem geistigen Auge vorüberziehen lassest, sei es, daß Du Dich als Glied einer Gemeinschaft, als Teil der Gesamtheit fühlest und prüfest, ob Du alle Deine Ausgaben erfüllt, allen Ansprüchen, die an Dich zu stellen waren, genügt hast. Eine solche liefe uild ernste Prüfung, eine solche Rechenschaft Deines Seelenlebens fordert laut ll. eindringlich der heutige Tag von uns. So laßt uns denn die Forderung des Tages erfüllen in tiefster Demut und Zerknirschung, so mögen wir denn mit der Erkenntnis unserer Fehler gelangen zur heiligsten Versöhnung; möge der Herr des Geistes ilnd des Wortes mit Eurem Herzeil und mit meinem Munde sein, auf daß mein Wort eine Saat des Segens tverde auf fruchtreichem Erdreich, eine Saat des Heils und der Liebe, eine Saat des Glaubens und der Tugend, eine Saat der Sühne und Versöhnung. A m e n? m :!י׳. Viermal am heutigen Tage, zu vier verschiedenen Tageszeiten, senden wir heiße Gebete hinauf zum Throne des Allwissenden, zugleich mit dem Bekenntnis unserer Sündhaftigkeit, mit dem Geständnis unserer Schwäche. Sollte der heutige Tag, das Spiegelbild unseres Lebens, nicht mit besonderen! Nachdruck auch ans die Erscheinungen dieses flüchiigen Lebens aufmerksam machen wolle»? Mag der Spruch eines weisen Lehrers uns daraus antworten: ״R. Doßa b. Hyrkanos lehrte: Schlaf am Morgen, Wein am Mittag, Geschwätz der Binder und das Verweilen an den Versammlungsorten der m

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