Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 11 (1893)
- Issue
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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י: r>.> י .־׳;.־ ׳ ,־. jtA’^5s^^w^PT®> — 46 — wird zun! Himmel mehr empvrlodern, das Priesterthunl wird seine Würde und Bedeutung einbüßen, und Israel wird von Land zu Land, von Nation zu Nation wandern — da wirst Du, m. Bruder, geweiht durch die Thränen bittersten Schmerzes, der einen Sterblichen je treffen kann, fortleben als Muster und Vorbild im Gedächtnisse der Menschen, als der erste und würdigste Hohepriester, der selbst kummererfüllt und gramumhüllt aufrecht stehen blieb im Glauben an Gott! So oft ein Menschenherz auf Erden von Trauer und Schmerz tvird schier zerfließen!vollen, wird man nur nöthig haben auf den Felsen Deines Glaubens mitten in den Brandungen der Leiden, auf Deine klagelose, stille Ergebenheit, auf Deine gläubige Ruhe hinzuweisen, um es zu stärken und neu zu beleben! — ״Und Aron schwieg!" schwieg nicht, weil der plötzliche Schlag seine Zunge bannte, sondern weil himmlische Ruhe in sein Herz eingekehrt war. קבי1 שבר על שתיקתו So gab Aron durch sein Schweigen ein lautredendes Zeugniß, daß er würdig sei, ein Hohepriester Gottes zu sein. llnd was einst Aron der Hohepriester that, das soll Jeder in Israel zu thun bestrebt sein, seine Seelengröße nachahmen, wenn die Hand des Todes ein theueres Leben von unserem Herzen reißt; denken sollen wir da an Aron's Beispiel und an Moses Worte, Gott in unserem Herzen heiligen und seinen unerforschlichen Rathschluß in Demuth verehren. Wir sollen von der Hand, die unseren Kindern den Lebensodein nimmt, uns sanft berührt fühlen, in Schmerz und Trübsal schweigend anbeten den Herrn und Gebieter über Leben und Tod. auf daß Gott auch durch uns, die wir uns ihm nahe fühlen sollen, geheiligt und geehrt werde. ״Kinder seid Ihr dem Ewigen Eurem Gotte", לא תתגודדו לשת ״darum sollt Ihr Euch keine Einschnitte machen und das Haar nicht ausraufen, um eines Todten willen." Der Tod erscheine Dir nicht so grauenhaft, wie den wahnbethörten Heiden des Alterthums, er erscheine Dir als der Bote Gottes, abgesandt vom Vater, um das in der Fremde weilende Kind in die Heimath zurückzuführen. Es ist die Hand des