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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 46

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
10 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 46 (sequence 57)
Language
German
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— 46 — Leiden, dann kehrt Ruhe ein in d.׳s bewegte Herz und vereint erheben sie den Blick zu den Höhen und sprechen mit den! Palmisten: Du, o Herr, bist meine Zuversicht, Du mir zur Rechten und ich wanke nicht. Und stellen wir Menschen in dieses unser inneres Häuschen dein Allmächtigen eine Bundeslade, dann stellen Tisch und Leuchter von selbst zur rechten Zeit sich ein, jener Tisch mit den Schaubroden, ich meine die tägliche Nahrung, die uns der Allgütige spendet, unseren Lebensunterhalt, den er un^ nach e nsiger Arbeit wie Manna vom Himmel regnen läßt, wie Mattna vhite Gram, ohne Kummer, ohne ttagendeit Schmerz, ohtte wühlendes Leid, und mit dem Leuchter meine 'ich das hellleuchtende Glück, das wie das strahlende Licht die Seele erquickt uud das Herz entzückt, mit deni Leuchter meine ich die schönsten Himmelsgaben: Gesundheit an Leib ultd Geist, Heiterkeit des Gentüths, Freudigkeit am Schaffen, an der Arbeit, deren Gedeihen und deren Früchte, kurz alles was das Wort Glück iu sich faßt, ohne diesen Leuchter ist es trübe und finftei* im Familienhause uud in dieser Finsterniß vermag die Liebe zwar zu trösten, aber iticht zu helfen nicht zu stützen, nicht auszurichteti, beim dieses glänzende Helle Gestirn kann nur der an unserm Himmel ausgehen lassen, der, wie das Licht in der Natur, auch das Licht im Menschenleben geschaffen und ins Dasein gerufen. Ist dies eine unumstößliche Wahrheit aber, daß der himmlische Vater, Dein Sie eine Bundeslade errichten werden, er allein Ihnen Tisch und Leuchter in das Familienhaus stellen kann, so ist es anderseits nicht minder wahr, daß die Ehegatten diese Segnungen erhalten müssen, die Befestigung unseres Glückes hängt von uns selber ab, und da gelange ich zu dem vierten Einrichtungsgegenstande der göttlichen Wohnung, zum Altar, von dem es heißt: ״sin beständiges Feuer soll lodern auf dem Altar, das nie erlösche." Dieser Altar heißt übersetzt in die Sprache der Ehe, Treue, die fortwährende, durch nichts zu erlöschende Glut aufopfernder Treue; wie der Trauring nie aufhören wird, edles Gold zu

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