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Israelitisches Predigt-Magazin · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
10 (1893)
Issue
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 29 (sequence 40)
Language
German
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20 Jugendzeit., die Ihnen so leicht und freudig geworden ist durch der Eltern liebendes Mühen, Sie schauen beglückt auf die trauten Geschwister, ans die Verwandten und die fugendlichen Genossen. Unserer aller Wünsche geleiten Sie, g. B.! in die Ferne, Gott halte seine schützende Hand über Sie, daß Sie eingeheu in das Land der Verheißung und dauernd darin weilen, daß Ihnen die Fremde rasch zur Heimat werde, daß Glück und Heil Ihrem Bunde werde bis zu späten Tagen. Amen! IX. Das schützende Gddach. Geehrtes Brautpaar! Wer durch eine Landschaft wandert, die von der Natur mit Reiz und Hoheit ist ausgestattet worden, und nun daheim erzählen soll vor! dem, was er erschaut und erlebt hat, so er anders mit ansmerkendem Sinn die Dinge betrachtet, so wird er manches berichten, an das er sich gern erinnert und was den Hörer erfreut: aber selbst wenn er auch ein größeres Talent zur Darstellung seiner Empfindungen besäße, er wird dennoch nur Nebensächliches melden, er wird gleichsam die Arabesken wiedergeben, die um das erhabene, seinem Geiste eingeprägte Bild sich schlingen; aber jenes hohe und reine Empfinden, jene Freiheit der Seele, die Erlösung des Gemüthes von aller Enge und Niedrigkeit, dieses Gefühl der Erhebung, das die Natur. erweckt, wenn sie ihre Macht oder ihre Anmuth in besonderer Fülle entfaltet, wortlos ist das Genießen und nur in schwachen, verblaßten Bildern können wir davon zeugen. Nicht anders ergeht es uns aus der großen Wanderung durchs Leben, Vieles erfahren um׳, das können wir vortrefflich schildern und dem Hörenden ganz den Eindruck erwecken, den es auf uns selbst hervorgebracht hat, aber unsere Seele hat dann an alledem nur geringen Antheil genommen; jedoch so einer die großen und weihevollen Momente erlebt hat, daß sein Sinn ihm wie umgewandelt schien, daß ihm plötzlich

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