Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 10 (1893)
- Issue
- 1893
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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s Aber all die großen und erhobenen Einrichtungen, welche die Gottheit geordnet Hot zum Heile der Menschen, sie erfüllen ihren Zweck nur, wenn sie in göttlichem Geiste verwendet werden; nur den sittlichen guten und verträglichen Menschen, nur diesen mehrt die Ehe das Maß der Freuden unb Tugenden, im gegenseitigen Wetteifer sich das Dosein zu verschönen, werden die Gotten tüchtiger und besser. Aber wo die Selbstsucht waltet, wo Einer nur on sich denkt und nicht on dos Heil seines Lebensgefährten, mit dein er dos Gelöbnis; ewiger Treue ausgetauscht Hot, da wird der B1111 b, der heilige Bund gor leicht zum Bonde, zur .Slettc, zur Fessel und dos ständige Zusammensein, welches bei gleichgesinnten und gleichstrebenden Seelen eine Quelle neuen Glückes ist, ist bei ׳gviespältigen 9l0turen die Ursache stets sich erneuender Qualen. Derselbe Weise, der es ausspricht: ״wer ein Weib gesunden, der Hot ein Glück gesunden, und Gnade erlangt vom Herrn", der sogt auch: ״Besser in der Wüste leben, besser ans der Ecke eiites Daches, in steter Gefahr leben, als mit einem zänkischen Weibe und sei es auch in vornehmem Hanse": er vergleicht den, der zu einem solch friedlosen und horinvvllen Tosein vernrtheilt ist, einem, der on einem frostige!; Tage unter eine ohn Unterlaß fließende Traufe gestellt tvird und er kehrt immer wieder in seinen Sprüchen zu diesen! Gegenstände znrück. To Gott spricht zu jedem Brautpaare, dos vor seinem Angesicht diesen heiligen Bund fürs Leben schließt, wie dereinst zu den Israeliten in der Wüste: ״Siehe ich lege vor Euch hin dos Leben und dos Heil und den Tod und das Böse: Ihr ober wählet dos Leben". Dos rufe ich auch Ihnen zu, g. B.! Wählet dos Leben. Sie hoben es in der Hand Ihr Dasein zu gestalten: wie immer Sie es!vollen, Sie können sich mit den Rosen schmücken, oder Sie können sich on den Dorne» verRmnden, Sie können verbluten an diesen Dornen. Sie sind beide vertraut mit dem Ernste des Lebens, Sie wissen, daß dos Geschick den Sterblichen fuhrt durch Schluchten und Klüfte, durch Hecken und Dornen; leicht ermüdet der Fuß, wenn der ermunternde Zuruf des trauten Genossen fehlt, ober selig