Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 1892
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 141)
- Language
- German
- Belongs to
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III. Sünde, Strafe, Traft — ,weifach. Predigt zu Sabbath ^Lelr'mu. . Tröstet, tröstet mein Volk, spricht Euer Gott!"*) Unsere Weisen nehmen die Wiederholung desJmperativ's: ״Tröstet!" für mehr als für eine rhetorische Figur. Ein zweifacher Trost sei gemeint, entsprechend der zweifachen Strafe,**) die Israel getroffen, welche wieder der zweifachen Sünde***) entsprach, die Israel begangen. — Welche zweifache Sünde? Welche zweifache Strafe? Welcher zweifache Trost? I. 1. Die zweifache Sünde. Das Vergehen des Lehrers im Angesichte des Schülers ist eine zweifache Sünde. Er sündigt nicht nur für sich, er sündigt auch für seinen Schüler, der in ihm Muster und Vorbild erblickt. Er vcrlcl.it nicht nur seine allgemeine Menschenpflicht, er besudelt and; seinen besondern Lehrer-Bern s. — Israel hatte den Lehrer-Beruf im Kreise der Völker übernommen; durch Israel und nach Israels Beispiel sollten alle Völker allmählich ״wegwerfen ihre goldenen Götzen und ihre silbernen Götzen", um sich zt> beugen der Majestät des Einig-Einzigen. Sündigte Israel, so sündigte es nicht bloß für sich, sondern für die Menschheit. Bestand die Sünde Israels in der Auflehnung gegen die Majestät des Einig-Einzigen und Hinneigung zu den Götzen, die zu bekämpfen Israel die geschichtliche Sendung übernommen hatte, so war die Sünde in erhöhtem Sinne eine zweifache Sünde. ״ חטא חטאה ירושליםJerusalem, von dem das Wort Gottes ausgehen" soll, kann nicht anders, als ״zweifach sündigend". — חטא חטאה ירושלים c*** לקהה מיד ה' כפלים d* נחמו נהמו עמי(* Sabbathpredigten. 2