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Israelitisches Predigt-Magazin · 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 49

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
9 (1892)
Issue
1892
Date
1892-01-01
Page
Seite 49 (sequence 109)
Language
German
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49 so hegt es doch in seiner Brust das tröstliche Bewußtsein, daß es, Dank seiner eigenen Dankbarkeit, den Urquell ungetrübt erhalten und durch das darüber wuchernde Gestrüpp den geheimen Psad zu ihm geebnet und gesichert hat, oder um ohne Bild zu reden, daß es durch sein ununterbrochenes Gedücktniß sich das denkwürdige Ereigniß der Offenbarung ewig gegenwärtig und ihr Berständniß sich ewig frisch erhalten hat. Und wenn es wahr ist, m. a. Z., daß eine Wohlthat erkennen sie anerkennen heißt, so muß unsere heutige Andacht, welche für jene Wohlthat Gottes unsere Anerkennung an den Tag legen soll, uns nothwendig auf die Erkenntniß jener Wohlthat richten. Erkennen aber können wir die Offenbarung durch nichts besser, als aus dem Geoffenbarten, aus der Lehre, die wie die Wirkung über ihre Ursache den besten Aufschluß über die Bedeutung jener Gottesthat erlheilt und zwar mit den Worten, die sich verzeichnet finden UN 5. B. M. 4, 30. מן השמים השמיעך את קולו ליסרך^ וצל הארץ הראך את אשו הגדולה ודבריו שמצת ״ מתוך האשVom Himmel ließ er dich seine stimme ver׳ nehmen, um dich zu unterweisen, und auf der Erde ließ er dich schauen sein mächtiges Feuer und seine Worte vernähmest du aus dem Feuer." Nach diesen Worten bekundet die Offenbarung ihre Bedeutsamkeit in einer dreifachen Be- Ziehung: 1. in ihrem Hinweis auf den Himmel, 2. in ihrem Hinweis auf die Erde, 3. in der Unmittelbarkeit, mit welcher Israel diese Hin- Weisung empfing. Und daß unsere Betrachtung die Wahrheit uns finden lasse, dazu erflehen wir den Segen Gottes. Amen! I. M. A. Es geht mit der Entwickelung des Menschengeschlechtes wie mit dem Wachsthum des Einzelnen. Weil die Veränderungen an unserer leiblichen Gestalt unabsichtlich und un-bewußt vor sich gehen, so treten sie, obgleich sie von Festpredigten 91—92. 4

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