Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 9 (1892)
- Issue
- 1892
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 86)
- Language
- German
- Belongs to
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26 die Lüfte. ״Ihm, dem die Vorfahren in der Urzeit Togen schon gedient, sei auch nufer Dienst geweiht, wie sie ihn verehrt, wollen onch wir ihm unsere Huldigung zollen." Aber nicht allein in jener Zeit, in welcher Israel in der Kindheit seiner Entstchnngs- und Entwickclnngs geschichtc stand, hieß sein leitender Grundsatz stets: אלדד ״ אבי וארממנהוden Gott meiner Väter will ich erheben," auch dann noch, als cs flüchtig und vertrieben ein* seinem Vatcrlandc wandern, um in allen Zonen und Himmelsgegenden sich eine Zufluchtsstätte suchen nulßtc war dies Wort der Talisman, der dem gehetzten Volke seine Nerven stählte und stete Dauer ihm verlieh. Geschlechter gingen und Geschlechter kamen: Staaten wurden zertrümmert und hoben sich verjüngt aus ihrer Asche: Religionen wurden ins Leben gerufen und sanken in das Nichts zurück, aus dem sie einst entsprossen, doch der Glaube der Väter, er blieb ewiglich im Herzen Jsracl's, in seiner Reinheit, seiner Erhabenheit und mit emsigem Fleiße spann der Sohn den Glaubenssaden weiter, wenn er den müden Händen des ersterbenden Vaters war entglitten. So entstand die eherne Kette, die heute noch die Bekenner des einigen Gottes in stets frischer Lebenskraft nmgiebt. Geschlechter gingen und Geschlechter kamen! In den Enkeln erstanden die Väter wieder und in allen Zeiten wuchs das Samenkorn zum mächtigen Baume heran, der mit seinen immergrünen Zweigen den ganzen Lebenspfad umschattete. אלדד אבי וארממנהו Wahrlich, Kindesliebe und innige Pietät, die Israel gegen die dahingesehiedenen Eltern allezeit bekundete, sic ließen es sich nicht abwcnden von dem Glauben der Väter, von den vorgeschriebenen Geboten Gottes. Es ist darum, m. A., eine schöne und erhabene Sitte in Israel, am letzten Tage seiner Freudenfeste der teueren Dahingeschiedenen zu gedenken, der verklärten Angehörigen sich zu erinnern, als sollte gleichsam durch das Andenken an sie die Mahnung, die die Feste an uns richten, immer wieder eine neue Stütze erhalten und in ihrer nachhaltigen