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Israelitisches Predigt-Magazin · 1892-01-01 · 1892 · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
9 (1892)
Issue
1892
Date
1892-01-01
Page
Seite 7 (sequence 67)
Language
German
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7 Hüter des jüdischen Rechtes in unserem Lande, wir sind die Anwalte vonMilUonen Genossen, die unter uneivitisirten Ballern in Unterdrückung leben, der leiseste Rückschlag nicht nur des öffentlichen Rechtes, sondern schon des öffentlichen Urtheils über die Juden unter den civilisirten Nationen würde alle Hoffnungen, das; auch die Barbaren, ob auch widerwillig uusern Glaubensgenossen Menschenrechte einräumeu, völlig zertrümmern. (Gestern lasen wir es in der Hagadah: In jedem Ge schlecht ist der Israelit verpflichtet, sich selbst anzusehen als einen, der aus Aegypten gezogen ist. Keinen; Geschlecht seit den Tagen Mizraims ist die Erfüllung dieser Pflicht leichter geworden als dem nnsrigen. Die meisten unter uns kannten die Roth der Unterdrückten, und diirsen sich laben an; Hauche der Freiheit Aber wir sollen uns nicht nur wie Freie, sondernanch als Befreite fühlen, wir sollen nicht vergessen, ans welchem Fustand nus die Gnade (Lottes herausgesührt hat, wir sollen, wenn es sein mus;, den Fleischtöpfen Aegyptens die einfache Kost der Freiheit vorziehen. Im Lichte des Frühlings, in; Lichte der Freiheit darf das Unkraut nicht aufblühcn neben den Aehren. Wir müssen uns los reihen von den Fehlern, die man dem Sklaven verzeiht, und die den Freien schänden; wir inüsseu unser;; Feinden jede Handhabe entwinden, uns zu schaden. Frühling und Freiheit, gegenseitig deuten und erklären sie sich, dar;;;;; ist es schön, das; das gleiche Fest sie beide feiert, das; an diesem Tage ״ שתי אשותein doppeltes Feuer" uns entflamint, der Strahl der Frühlingssonne und der Strahl jener Fenersäule, welche den ans Aegypten Befreiten voranzog. Frühling und Freiheit sei auch unser Gebet in dieser festlichen Stunde! Wie mancher hat den Frühling ersehnt als den freundlichen Böten der Genesung: las; Allgntiger seine Hoffnung nicht zu Schanden werden: möge der wonnige Hauch neues Leben wehen durch die müden (Glieder, itnb sie

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