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Israelitisches Predigt-Magazin · 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 120

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
8 (1890)
Issue
1890
Date
1890-01-01
Page
Seite 120 (sequence 126)
Language
German
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Zwecke hinaus nichts Göttliches im Menschenthume, nichts Menschliches, das Himmlisches auf Erden ^virkt, kennt und anerkennt und jedem Ideale mit den Wörter: מה העבודה ״ הזאת לכםwozu die Arbeit" (Exod. 12,26) die Pforten des Herzens verschließet. — Den unbewußten Hang des Kindes (שאינו יודע השאול), das ohne zu fragen zum Schönen und Guten sich, vermöge der glücklichen Veranlagung der Natur, hingezogen fühlt, das schlichte redliche Gemüth zum Bewußtsein Dessen zu bilden ״ מד.!אהwas wirklich ist" (Exod. 13,14), das natürliche Begehren edel, den vernünftigen Willen thatkräftig zu gestalten, ist Ausgabe der Mutter. Hier aber ist auch die Grenze der ihr zugerviefenen Erziehungsthatigkeit. Zu jener das Gefammttcben aber sittlich weihenden Weisheit zu erziehen, durch welche der Weise (הכם) für die Thathandlung des göttlichen Geistes im Zeugnisse desselben, der Geschichte, Liebe, für gesetzmäßige Vernünftigkeit Gehorsam und für moralische Gerechtigkeit Verständniß erlange; im Hinblick aus die idealen Ziele der Gesammtheit מה העדת והחקים והמשפטים (Deuter. 6,20) Erkenntniß zu bilden für die Bedeutung der Denkmäler der Geschichte, der Gesetzt und der Rechte des Religionsvolkcs: das ist die Ausgabe des Vaters. Der Vater erzähle seinem Sohne: der Einzelne bedeutet nur dann etwas, wenn er sich eins fühlt und weiß mit der großen geistigen Gesammtheit; ohne Bewußtsein der Idee, die das große Ganze beseelt, ist der Einzelne nichts Ganzes. Wenn nicht der Himmelsfunke, der in der Menschheit sprüht, in unserem Herzen glüht, ist nicht der Himmel in unserer Brust. So erziehe der Vater seinen Sohn für des Glaubens heiligstes Ideal, wie es die geistige Gesammtheit beseelt, für die geschichtliche Idee der Vorzeit in einer in der Gegenwart fortschreitenden Gestalt, mit einem für die Zukunft sich fortentwickelnden Gehalt. Er lehre ihn, daß es die edelste Selbstsucht sei, selbstlos der Gesauuntheit zu streben und zu leben. Welch eine Seligkeit ists zu sprechen:בעבור זה עשה ה׳ לי בצאהי ממצרים Was Gott meinem Volke hat gethan, als es von Mizraim befreiet ward, das hat Gott mir gethan (Exod. 13,8)

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