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Israelitisches Predigt-Magazin · 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 116

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
8 (1890)
Issue
1890
Date
1890-01-01
Page
Seite 116 (sequence 122)
Language
German
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— סו ו — Zukunft jene verständnißinnige Gemeinschaft Aller im Geiste des Herren, wonach das Einzelne zum großen Ganzen in edler Uebcreinstimmung sich findet, das Ganze in jedem Einzelzuge sich abspiegelt, die Schranken fallen, welche in der Gegenwart noch das unberechtigte Vorurtheil zwischen Menschen und Menschen künstlich aufrichtet, die das Strahlenband göttlicher Ebenbildlichkeit zum Bruderbünde vereinigen sollte. Göttliche Weisheit und Wahrheit bildet ja doch die Einheit in der Mannigfaltigkeit der Sprache, des Stammes und der Eigenart, der Stände, Bekenntnisse und Völkerschaften. — Für das Einzelne und das Ganze zu wirken, damit der Schatten der Begebenheiten zu Licht, Glanz und Herrlichkeit sich verkläre, in der kummervollen, leidvollen Gegenwart eine erlösende, befreiende Zukunft vorbereitet werde: hierin wurzle und gipfle, dem Geiste unserer Weisen gemäß, die Aufgabe unserer modernen Erziehung. Diese soll eine wechselseitige Ergänzung von Schule und Haus, Gemeinde und Familie erzielen; weshalb die Antheilnahme beider Eltern am Werke der Erziehung nach Innen und Außen erforderlich ist. Der Doppelaufgabe der Erziehung aber, für das individuelle und Gesammt-Leben, sei diese festliche Erörterung geweiht, welche der Gott der Gnade und des Erbarmens segnen möge, der unsere Vorfahren aus Mizraim herausgeführt, gerettet, erlöst und sich erwählt hat und auch uns erhebe und begnade zum Lichte und zur Wahrheit. Amen! I. Die Erziehung für's Einzelleben ist vorwiegend Aufgabe der Mutter. Mit seelenkundigem Tiefblick weiß eil! Denker des jüdischen Volkes (Nidah 450) zu erzählen, daß der Herr mit dem äußerlichen Ausbau (Genes. 2,22 ויק) des weiblichen Wesens auch den innerlichen der bevorzugten Veranlagung für's Verständniß des Lebens verbunden hatte, so daß in dieser Richtung die Frau begnadeter ist, als der Mann. Was kann also bei diesem obwaltenden Naturverhältnisse angemessener erscheinen, als daß die Mutter im Lebenssrühlinge ihres

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