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Israelitisches Predigt-Magazin · 1890-01-01 · 1890 · p. Seite 58

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
8 (1890)
Issue
1890
Date
1890-01-01
Page
Seite 58 (sequence 64)
Language
German
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58 Wunderwalten der göttlichen Allmacht מלכותה מלכות צלם ״ ,ושלטנה צם דר ודרderen Reich das Reich der Ewigkeit, deren Herrschaft dauert von Geschlecht zu Geschlecht" (Daniel 3,33). — Ja, m. th. A., vom Feuerbrande waren die Helden des Glaubens gerettet. Doch woran starben sie? Ein Weiser erzählt (Rabbah Genes. Absch. 56), an der Verfolgung der Menschen starben sie: ״ מתו ברוקangespieen wurden sie", die Unsterblichen, welche die Dornenkrone göttlicher Duldung getragen. Doch der Herr ist ja unendlich besser, als die Menschen schlecht sein können. — Die heilige Andacht (תפלה) sprüht und glüht im heißen Gebete Daniel's (9. 18. u. 19). ״Nicht auf unser Verdienst stützen wir uns, wenn unser Herz sich ausschüttet im Gebet, nur auf deine Barmherzigkeit! höre uns, verzeihe uns, achte auf uns, thue ohne Aufschub das Heil für uns." — Die weltgeschichtliche That der Gerechtigkeit (צדלה) aber ist von göttlicher Hand auf die Wand geschrieben worden, um Belschazar, den in den wüsten Taumel irdischen Genusses tief Versunkenen, für das Gericht des Himmels zu zünden und zu Wecken mit den welterschütternden Worten (Daniel 5,25): ״ .מנא מנא תקל ופרסיןAlles auf Erden wird gezählt, gewogen und getheilt!" Drei Säulen, allmächtiger Gott, tragen das Heiligthum des Versöhnuugsfestes: Reue, Andacht, Herzensthat. Ueber die irdische Schranke ragt der göttliche Gedanke, die Heilswahrheit (תשובה), die uns beseligt werden läßt in deiner Nähe. Wenn alle Säulen irdischer Gerechtigkeit wanken und schwanken, wenn keine Liebe mehr auf Erden waltet, ״so schläft doch und schlummert doch nicht der Hüter Israels" (Psalm 121,3). Dein liebendes Vaterauge wacht über uns, vor deinem Throne schütten wir unsere Seele in heiliges Gebet (.תפלה) aus. Du prüfest das Herz bis in die tiefsten Tiefen und gewährest Verzeihung für unsere Sünden. Du siehst die stille That des Ideals, wenn kein menschliches Auge uns betrachtet, deine Vaterhand, Allgütiger, trägt uns über den Abgrund des Geschickes, spendet

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