Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 250)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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sprechen das Wort, welches der königliche Sänger seinem Freunde Jonathan nachgerufen in das Grab: צר לי עליך (2. B. Samuel 1,26.) ״ אחי יהונתן נעמת לי מאוד וכיGar sehr wehe ist mir deinetwegen, mein Bruder, der du mir von Gott gegeben warst. Gar viel Angenehmes hast du mir bereites werther war mir deine Lieb', denn Frauenlieb!?" Denn eineu Mann geleiten wir zur Gruft, dessen eifrigstes Bestreben^ dessen stetes Bemühen dahin gerichtet war, gut zu sein, Gutes zu thun, — Liebe zu säen und Liebe zu ernten. Zeugniß leget ab für ihn unser Mund, unser Herz: נפלהעמדת ״ ראשנוzu Boden gefallen ist die Krone unseres Hauptes!" Der Besten einer ist mit ihm aus unserer Mitte geschieden! Ein guter, treuer Sohn, ein liebevoller Gatte und Vater, ein Freund dem Freunde, ein Helfer dem Bedrängten — das zeichnet seines Lebens Inhalt. Und wie gottgesegnet war ihm dieses Mühen! — Der Stolz seiner greisen Eltern, das Haupt einer glücklichen Familie, ward Liebe, Achtung und Werthschätzung ihm von allen Seiten, von nah und fern entgegengetragen. Da — hinein — mitten in das rüstige Schaffen, in das lebensfrohe Wirken griff des Schicksals mächtige Hand, und uns, die wir so vieles Gute, so manche Freude noch durch ihn erhofften, ward das herbe Leid, ihn zu Grabe zu tragen! Nicht grübeln in dumpfem Schmerze, sondern Nachdenken wollen wir, erfassen unseres Jammerns Grund — und wiederum bewahrheitet sich in vollem Maße das alte Wort אל תבכו על האבדה אלא על האובדים, מי היא למנוחה ואנו ״ לאנחהWeinet nicht über das Verlorene, sondern der Verlierenden wegen; nicht den Todten können wir beweinen, denn er geht ein zur Ruhe — wir aber zum Seufzen" —. Unser Leid schafft uns das Weh, unseres Schmerzes Quelle ist unser Verlust — dem theuren Heimgegangenen aber ist der Verlust Gewinn. מתור,ה שנת העובד אם מעם אם הרבה יאבל ״Süß ist der Schlaf des Arbeiters — ob viel, ob wenig er erworben", ob kurz ob lang dahingezogen sich habe seines Lebens Faden. In einer Gleichnißrede hat ein alter Weiser an der Bahre eines Frühvollendeten dieses Wortes Inhalt